2010 Vinschgau

Frühling im Vinschgau

Nach dem langen Winter machten sich 9 Mitglieder der OG Laupheim auf den Weg nach Südtirol, um dort in die Wandersaison zu starten. Von ihrer Pension in Naturns waren sie täglich unterwegs auf den schönsten Panoramawegen des Vinschgau, immer begleitet von strahlendem Sonnenschein und beinahe sommerlichen Temperaturen.
Bei der Anfahrt am Ostermontag zeigte sich nochmals der Winter und so gab es am Fernpass leichten Schneefall und der Reschensee war bei Neuschnee noch von einer dicken Eisschicht bedeckt. Je weiter die Fahrt Richtung Meran ging, desto deutlicher machte sich der Frühling bemerkbar und blühende Forsythien und Aprikosenbäume säumten den Weg.
Noch am Ankunftstag wurden die Wanderstiefel geschnürt. Über den Panoramaweg an den Hängen des Sonnenbergs führte der Weg hoch über den Obstplantagen nach Rabland, wo bei Eis und Capuccino auf den Bus für die Rückfahrt gewartet wurde.
Am folgenden Tag führte die Fahrt nach Töll zum Beginn des Marlinger Waalwegs. Der abenteuerliche Wasserkanal wurde teilweise durch senkrechte Felswände am Talkessel von Meran angelegt und versorgt hier die vielen Apfelbäume mit Wasser. Zurück zum Ausgangspunkt ging es auf dem Marlinger Höhenweg.
Höhepunkt der Wanderwoche war die Begehung eines Teilstücks des Meraner Höhenwegs. Von Giggelberg leitet der Wanderweg vorbei an Bergbauernhöfen hoch über dem Etschtal zur Seilbahn nach Unterstell und bietet ständig den Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Ortlergruppe. Etwas Nervenkitzel brachte dabei die Durchquerung der „1000-Stufen-Schlucht“ mit vielen Eisentreppen und Seilversicherungen. Zur Belohnung lockte abschließend der Apfelstrudel am Linthof. Karthaus im Schnalstal war Startpunkt für die nächste Wanderung. Nach der Besichtigung von Kirche und Kreuzgang ging es in angenehmer Steigung zunächst zur Wallfahrtskirche „Unser Frau“ und anschließend hinauf zum Vernagt-Stausee, der von den Gletschern der Ötztaler Alpen überragt wird.
Als Ausgangspunkt für die letzte Wanderung hatte Tourenführer Konne Leitte die Bergsiedlung St. Martin am Kofel ausgewählt. Vorbei an den Gehöften von Egg und Forra, die förmlich an den steilen Hängen kleben, führte der Weg Richtung Schlanders. Von Patsch aus ging es schließlich in vielen Serpentinen den heißen, trockenen Hang hinunter nach Goldrain, um am Latschanderwaal wieder den Ausgangspunkt zu erreichen.
Viel zu schnell waren die Tage im Vinschgau vorbei und es musste die Heimfahrt angetreten werden. Nach einem Stück entlang des Glurnser Mitterwaals und einem Bummel durch das romantische Städtchen ging es im dichten Verkehrsgewühl bei leichtem Schneefall auf dem Fernpass zurück in die Heimat.

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