2011 Piz Palü

Piz Palü – „Im Festsaal der Alpen“

Am Samstag trafen sich um 4 Uhr acht Teilnehmer zur Skitourenabschlussausfahrt der Sektion. Über Pfändertunnel, Chur und Tiefencastel wurde gegen 7 Uhr der Julierpass erreicht.
Die Nordhänge des Julier zeigten sich noch schneebedeckt, im Gegensatz zur Südseite wo der Frühling bereits Einzug hielt. Vom Julierpass bestiegen wir in gut 3 Stunden den Gipfel des Piz da las Coluonnas 2960m. Die Gipfelrundschau war sehr beeindruckend. Die ganze Palette der Gipfel des Engadin und der Bernina standen direkt vor uns. Besonders dominant der Piz Bernina mit seiner Westwand und dem Biancograt. Die Abfahrt folgte im Wesentlichen der Aufstiegsspur und war im oberen Teil etwas hart, weiter unten ging es dann in Firn und Sulz die Hänge hinunter zum Julierpass.
Nach einer verdienten Pause fuhren wir weiter über St. Moritz und Pontresina zur Talstation der Diavolezzabahn. Mit der Seilbahn fuhren wir hoch zum Berghaus Diavolezza. Die Lage des Hauses mit seinem tollen Panorama beeindruckt jedes Mal aufs Neue. Der Piz Palü mit seinen 3 markanten Pfeilern, die Gipfel der Bellavista, der Piz Bernina mit Biancograt, der Piz Morteratsch und der Piz Boval scheinen zum Greifen nahe.
Am Sonntag starteten wir bereits um 6 Uhr von der Hütte. Unangenehm gestaltete sich die Abfahrt über den sehr steilen, beinhart gefrorenen Diavolezzahang hinunter zum Persgletscher. Vor unseren Augen stürzten zwei Italienerinnen, ihr Sturz endete weiter unten in den Felsen – zum Glück unverletzt. Auf dem Persgletscher wurden dann zwei 4er Seilschaften gebildet. Am Seil ging es den Gletscher hoch auf die Ostgratschulter des Piz Palü zum Skidepot. Leider war inzwischen der Gipfel komplett wolkenverhüllt auch blies der Wind inzwischen kräftig. Über den steilen Ostgrat erreichten wir mit Steigeisen und Eispickel den Ostgipfel des Piz Palü, 3882m. Das steilste Stück des Abstieges wurde mit einem Fixseil entschärft. Danach folgte die 1800-Hm–Abfahrt über Persgletscher und Morteratschgletscher bis zur Gletscherzunge. Nach 35-minütigem Fußmarsch erreichten wir von dort den Bahnhof Morteratsch.
In einem Cafe in Bivio fand die Tour bei Zwetschgenkuchen und Kaffee ihren Abschluss.

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