2012 sen Spitzingsee

Rund um den Spitzingsee

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Zur letzten mehrtägigen Bergfahrt des Jahres waren zehn Senioren/innen aus Laupheim in die Bayerischen Voralpen aufgebrochen. Sie erlebten bei ihrer Rundwanderung um den Spitzingsee gepflegte Hütten in einer Bilderbuchlandschaft bei überraschend guten Wetterbedingungen.
Wegen der extrem schlechten Wetterprognosen mit Unwetterwarnung wurde der Termin kurzfristig um zwei Tage verschoben, was überraschend bei allen Teilnehmern und den Hütten ohne große Probleme möglich war. So traf man sich am Donnerstag zur Fahrt vorbei an München und dem Schliersee in Richtung Spitzingsee, wo am Spitzingsattel die Autos abgestellt wurden.
Schon beim ersten Aufstieg wurde das Problem der folgenden Tage deutlich: Die ergiebigen Niederschläge hatten dafür gesorgt, dass die Wege teilweise zu Schlammpfaden wurden und das Gehen auf nassen Steinen nur bei höchster Konzentration nicht zur Rutschpartie ausartete. Trotzdem erreichten alle dreckig aber wohlbehalten die herrlich gelegene Schönfeldhütte, das Quartier für die erste Nacht.
Das Wetter war gut, der Tag noch lang und deshalb entschlossen sich die Wanderer, den Aufstieg zum Jagerkamp (1746 m) in Angriff zu nehmen. Vorbei an der Oberen Schönfeldalm wurde in einer Stunde der Gipfel erreicht, von wo sich ein einmaliger Ausblick bot: die Täler in dichtem Nebel und darüber die sonnenbeschienenen Gipfel der Bayerischen Alpen mit dem Wendelstein.
Entgegen der pessimistischen Prognosen eines Teilnehmers begann der zweite Tag mit strahlendem Sonnenschein und dem Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Zillertals im Hintergrund. Noch im kalten Schatten wurde der Anstieg zum Taubensteinhaus bewältigt, von wo es nach kurzem Abstieg im Sumpf hinauf zum Miesingsattel und weiter zum wunderschön gelegenen Rotwandhaus ging. Nur ½ Stunde später stand die Gruppe auf der Rotwand (1884 m) und konnte das Panorama genießen, das von München über Zugspitze und Zillertaler Alpen bis zum Großglockner reichte. Nach der Mittagspause führte der Weiterweg hinab in den Pfanngraben mit seinen imposanten Wasserfällen und schließlich entlang der Roten Valepp zur bestens bewirtschafteten Albert-Link-Hütte, die bei einsetzendem Regen erreicht wurde.
Im Vertrauen auf die gute Wetterprognose startete man am nächsten Tag trotz Nebel und dichter Bewölkung zum letzten Teil der Runde. Zunächst auf steilem Fahrweg später wie gewohnt in Dreck und Schlamm wurde der Anstieg zum Roßkopf (1580 m) bewältigt. Hier zeigte sich tatsächlich für wenige Minuten die Sonne und die umliegenden Gipfel tauchten aus den Wolken auf. Auf gewohntem Untergrund wanderte die Gruppe über den Stümpfling (1506 m) hinab zur Oberen Firstalm, wo zu Mittag gegessen wurde. Der letzte Abstieg zum Parkplatz am Spitzingsattel konnte dann noch bei Sonnenschein auf trockenem Weg bewältigt werden.  

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