2012 Sen um Ulm

Wanderung um Ulm

Um die Mittagszeit scheint die Sonne an diesem Novembersonntag, als Manfred und Ute mich in Dornstadt abholen. Gemeinsam fahren wir zu unserem Treffpunkt am Parklpatz Wonnemar, wo bereits Barbara, Bärbel und drei Damen aus Laupheim warten, die heute mit von der Partie sein wollen. Zügig fahren wir weiter nach Donaustetten ans Gasthaus Kreuz, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Hier kommen noch Hermann, Ursel sowie Walter und Traudel dazu. Das „Kreuz“ hat Sonntags ab 14 Uhr geschlossen! Pech gehabt! Hier wollten wir nämlich nach unserer Wanderung vespern. Die Sportgaststätte Halde in Gögglingen sei auch sehr gut, versichert Walter, und wir melden uns dort an.

Endlich um 13:30 Uhr geht es los. Die Sonne ist leider verschwunden, aber es bleibt trocken und relativ warm für diese Jahreszeit. Wir sind nun 12 Personen, die, wie immer fröhlich schwätzend und gut gelaunt, donauaufwärts in Richtung Dellmensingen aufbrechen. Bald erreichen wir eine Donaugabelung mit einem Kraftwerk über dem diesseitigen Donauarm. Den überqueren wir und nach ein paar Treppenstufen stehen wir hinter dem Kraftwerk auf dem Damm vor der aufgestauten Donau. Hier weht und sofort eine steife Brise um die Ohren. Durch die aufgestauten Wassermassen ist die Luft, die wir hier atmen, wunderbar frisch und rein. Schließt man die Augen, fühlt man sich fast wie auf einem Deich an der Nordsee. Die Wanderung auf diesem „Deich“ geht leider nur bis zur nächsten Brücke bei Dellmensingen. Die überqueren wir zurück, lassen Dellmensingen rechts liegen und wenden uns ostwärts.
Nun führen unsere Wege abwechselnd über Felder, Wiesen und durch Wälder. Nach Süden blickend kann man über freien Feldern die Dächer von Laupheim am Horizont ausmachen. Nachdem wir zwei Landstraßen über- und die Bundesstraße 30 unterquert haben, wechselt unsere Richtung im Bogen nach Norden zurück. Die Waldwege sind angenehm weich, nicht zu nass, und viel Buchen- und Eichenlaub raschelt üppig unter unseren Schritten. So geht es, bis wir aus dem Wald treten und das gesamte Ulmer Panorama vor uns liegt: Hochsträß, Kuhberg, Eselsberg, sogar der Kornmühlenturm bei Lehr ist nicht zu übersehen. Nur der Münsterturm lässt sich seltsamerweise nicht erspähen. Schließlich erkennt man, dass eine kleine Baumgruppe inmitten der weiten Felder aus unserem Blickwinkel die Sicht auf unser Wahrzeichen versperrt.
Nun ist es nicht mehr weit bis zu unserem Wanderausgangspunkt in Donaustetten. Gegen 16:00 Uhr sitzen wir in der Sportgaststätte Halde und lassen die Wanderung bei vortrefflicher Bewirtung gemütlich ausklingen.
Dies war leider schon der letzte Wander-Sonntag in diesem Jahr, wie immer unter dem Motto „Um Ulm herum“. Besonderer Dank gilt daher unserem unermüdlichen Manfred Strauß, der immer wieder neue seniorengerechte Pfade für uns entdeckt.

Erika Püschel

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