2013 KT Grignetta

Klettern in der Grignetta bei Lecco ( Comer See)


Am Donnerstag trafen wir uns früh morgens um 6 Uhr und machten uns zu viert auf den Weg in Richtung Süden. Am Comer See angekommen besuchten wir zum warm Klettern den Klettergarten Galbiate in der Nähe von Lecco, welcher im Sektor L´Oasi sehr schöne und steile Routen vom vierten bis zum unteren siebten Schwierigkeitsgrad zu bieten hat.

Nach einem kurzen Umtrunk mit kühlen Erfrischungsgetränken (VW-Bus sei Dank) fuhren wir die letzten Kilometer zum Rifugio Carlo Porta, unserer Unterkunft für die nächsten Tage. Die Hütte befindet sich auf 1428m in schöner Lage am Fuß der 2177 m hohen Grigna. Bei gutem Abendessen und in einer geselligen Runde ließen wir den Anreisetag ausklingen.
Am Freitagmorgen machten wir uns gegen halb 8 in Richtung einer Felsturmformation südlich des Hauptgipfels der Grignetta auf. Nach einem steilen Zustieg von ca. 1,5 h galt es, den Einstieg in die Tour zu finden, was durch die aufziehenden Wolken und die damit verbundene eingeschränkte Sicht nicht gerade einfacher wurde. Den ursprünglichen Plan, zunächst den Sigaro, welcher wirklich wie eine Zigarre in den Himmel ragt, zu besteigen, verwarfen wir, da die angepeilte Route noch recht nass war und wir auch feststellten,
dass wir ohnehin alle Nichtraucher sind.
Die Überschreitung des ersten, zweiten und dritten Magnagi erfolgte an schönem, steilem Fels mit abwechslungsreicher und nicht gerade übersicherten Tourenführung. Auf die kurze Wanderung von ca. 100 Hm auf den Gipfel der Grigna verzichteten wir aufgrund eines Graupelschauers und machten uns direkt wieder an den Abstieg in Richtung Hütte. Das Wetter wurde beim Abstieg wieder besser und so konnten wir das ausgefallene Gipfelvesper doch noch mit schöner Aussicht auf den gesamten Routenverlauf nachholen.

Am nächsten Morgen machten wir uns wegen der für den Nachmittag angekündigten Gewittergefahr wieder recht früh auf den zweistündigen interessanten und zum Teil klettersteigähnlichen Zustieg in Richtung der 1940 m hohen Piramide Casati. Aus gesundheitlichen Gründen mussten zwei Teilnehmer leider auf die Kletterei verzichten und wanderten auf einer anderen, landschaftlich ebenfalls sehr schönen Route wieder zurück in Richtung Hütte. Die verbleibende Seilschaft konnte die Route Spigolo Vallepiana (4c) durch eine sehr schöne 200 Meter hohe Wand an griffigem Fels genießen und noch vor dem aufziehenden Gewitter wieder absteigen.

Am Sonntagmorgen verabschiedeten wir uns von den sehr netten Betreibern des Rifugio Carlo Porta, die uns stets bestens versorgt hatten. Den Plan vor der Heimfahrt noch ein Sportklettergebiet mit Mehrseillängentouren in der Nähe zu besuchen, mussten wir leider wegen des aufkommenden Regens verwerfen und auch auf dem Heimweg war das Wetter nicht gut genug, um noch am Wegrand ein Kletterziel in den Alpen anzusteuern. Deshalb ließen wir die gelungene Ausfahrt beim Klettern in Laupheim am Viadukt ausklingen und können sicherlich behaupten, an diesem Tag an der Brücke die Kletterer mit der längsten Anfahrt gewesen zu sein.

Für die vier schönen Tage, die Planung und die gute Tourenführung möchten wir uns bei Harald Schick bedanken.

Tourenführer: Harald Schick
Bericht: Joachim Hagel

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