2013 sen Donaumoos

DONAUMOOS WANDERUNG  8. MAI 2013


An dem prächtigen, sonnigen Frühlingstag trafen wir uns in Langenau mit dm Gebietskenner, Holger Müller von der Arbeitsgemeinschaft Donaumoos, Langenau. Nach kurzer Fahrt durch das Westerried starteten wir von der Straußenfarm im Süden des Donaurieds zur gemeinsamen  Erkundungstour ins Moor.

Holger Müller stellte uns zunächst Naturraum, Geologie des Untergrundes und den Unterschied zwischen Nieder-und Hochmoor vor. Los ging es durch das landwirtschaftlich genutzte Kulturland. Doch schon bald wurde der Boden mooriger und feuchter. Die ersten ausgedehnten Feuchtwiesen im Hahnenfußaspekt mit dem zarten Wiesenschaumkraut tauchten auf. Eine Herde der zottigen Schottischen Hochlandrinder mit Nachwuchs war im „Landschaftspflegeeinsatz“ an der Grenze zu Baden Württemberg zu bewundern. Nun ging es weiter durch das gut vernässte NSG „Langenauer Ried“, einer wirklich urtümlichen und spannenden Landschaft. Nachdem wir einen Brocken Niedermoortorf gefühlt hatten, folgten Erläuterungen über Kultivierung des Riedes, Torfabbau und Renaturierung. Typische Riedpflanzen und einige Besonderheiten, wie dem Mädesüß und seiner Medizingeschichte, wurden uns von Holger Müller vorgestellt. Von der Vogelwelt waren Kuckuck, Fitis, Feldschwirl, Nachtigall und Schwarzer Milan zu hören oder zu sehen.

Eine schwankende Bohle als Notbrücke über einen Bewässerungsgraben meisterten alle Senioren einwandfrei und ohne Wässerung. Am Ramminger Grenzgraben ging es wieder nach Süden, vorbei an schönen Nasswiesen, die noch ihrer vollen Blütenentfaltung harrten. Ein abenteuerlicher Knüppeldamm direkt durch ein Biberrevier sorgte für die nötige Schuhfarbe bei einer Wanderung im Niedermoor. Hier konnten wir noch einigen Erläuterungen zum Leben und der Biologie des Biber, der im Ried ein sehr geschätzter Renaturierer ist, hören. Einen Original Biberzahn galt es auch zu bewundern.

Der Rückweg führte uns entlang dem Landesgrenzgraben mit seinen artenreichen Wasserpflanzen und überschwemmten Röhrichten. Nach kräftigem Fußmarsch beendeten wir die 3,5-stündige Wanderung am Ausgangspunkt. Abschließend wurde der obligate Punkt  „gemeinsame Einkehr“ in einer Landgaststätte auf der Alb mit Freude und Bravour erfüllt. 

Bericht: Holger Müller, Dipl.oec.Univ.
Bilder  : Manfred Strauß

zu den Tourenberichten 2013

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.