2014 BT Pitztal

Höhenwege im Pitztal


Mit der Hoffnung, bei guten Wetterbedingungen die Pitztaler Höhenwege begehen zu können, machten sich sieben Bergsteiger/innen am Freitag Morgen auf die Fahrt. In Mandarfen wurden die Autos abgestellt, die Rucksäche aufgeladen und die Kabinenbahn bestiegen, welche die Laupheimer hinauf zum herrlich gelegenen Riffelsee brachte.

Am Riffelsee beginnt der Fuldaer Höhenweg. Er schlängelt sich hoch über dem Taschachtal in ständigem Auf und Ab mal durch Almgelände mal über Blockfelder an den Hängen von Grubenkar-Spitze und Eiskastenkopf entlang. Ständig im Blick hat man bei der Begehung den Talschluss des Taschachtals mit einer Gipfelparade von der Wildspitze bis zur Hochvernagtspitze. Da seit drei Jahren der „Kettensteig“ wegen eines Felssturzes gesperrt ist, mussten die Wanderer gegen Ende auf neu versichertem Steig nochmals kräftig ansteigen, bevor es zur Brücke über den Sexgertenbach abwärts ging. Von hier waren es nur noch wenige Minuten zum neu erweiterten Taschachhaus, wo die Gruppe herzlich empfangen und bestens versorgt und untergebracht wurde. Da bis zum Abendessen noch etwas Zeit war, machte sich ein Teil der Mannschaft noch auf den Weg über den Gletschersteig, um die Gletscherzunge des Taschachgletschers mit seinem imposanten Gletschertor aus der Nähe zu betrachten.

Am Samstag Morgen zeigte sich der Himmel mit starker Bewölkung. Da Hüttenwirt und Internet für die Zeit bis zum Nachmittag niederschlagfreies Wetter versprochen hatten, machte man sich kurz nach 7 Uhr auf den Weg, um über den Offenbacher Höhenweg die Riffelseehütte zu erreichen. Zügig gewann man an Höhe und hatte bald die Abzweigung zum Fuldaer Höhenweg passiert. Während die steilen Hänge zum Wurmtaler Kogel in Angriff genommen wurden, verdichteten sich die dunklen Wolken sehr schnell und es begann zu regnen. Bei 3000 m fiel deshalb die Entscheidung, die Tour abzubrechen. Während der Regen immer stärker wurde, ging es zurück zum Fuldaer Höhenweg und auf diesem im Dauerregen in Richtung Riffelsee. Was tags zuvor noch angenehmes Wandern war, verlangte jetzt höchste Konzentration, denn die mit Flechten bewachsenen Felsplatten  waren sehr rutschig geworden. Total durchnässt und dreckig war schließlich nach insgesamt 7 Std. Gehzeit die Riffelseehütte erreicht, wo trockene Kleidung und eine warme Suppe die höchsten Genüsse waren.

Da die ganze Nacht der Regen herunterprasselte, war am Sonntag an eine Begehung des versicherten Cottbuser Höhenwegs nicht zu denken. Nach einem ausgedehnten Frühstück begann deshalb im nachlassenden Nieselregen der Abstieg zum Parkplatz in Mandarfen, von wo im dichten Verkehr wieder glücklich die Heimat erreicht wurde.

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