2014 Sen Archaeopark

Archäopark Vogelherd


Pünktlich um 14 Uhr erwartete uns Herr Müller, der Archäoguide, am Eingang zum Park. In acht Stationen wird der Alltag des Steinzeitmenschen vermittelt. Gleich zu Beginn konnten wir erlernen, wie man mit einer Speerschleuder eine Wollnashornattrappe erledigt. Unsere Truppe wäre im Ernstfall glatt verhungert, hätte Beate nicht das Tier mit ausgefeilter Wurftechnik erlegt und unser Abendessen damit gesichert.
Jede Art von Handwerkszeug wie Nadeln und Faden ,Schneidewerkzeuge und grobe Steinhämmer mussten wir nicht selbst herstellen, wir fanden sie gebrauchsfertig in Alutruhen im Gelände.
Bergauf folgten wir den Spuren von Höhlenbär, Mammut, Wollnashorn, Hyäne und Schneehäschen bis zum Eingang der Vogelherdhöhle , die jetzt wegen der Winterruhe der Fledermäuse gesperrt ist.
Erst im Jahre 2006 fand man im Abraum der Grabung von 1931 die zwei berühmtesten Figürchen, das Mammut und den Höhlenlöwen. Beide sind im Besucherzentrum ausgestellt.
Nun mussten wir noch lernen , wie ein Steinzeitmensch das lebensnotwendige Feuer entfachte. Dazu brauchte er 2 Feuersteine, Zunder und trockenes Gras. Und etwas Geduld !
Die zwei Stunden waren wie im Flug vergangen. Wir waren froh, als wir im Besucherzentrum mit Heißgetränken aus der Maschine verwöhnt wurden. Beim Vesper in der Lindenau waren wir uns einig, dass Mikrofaserkleidung komfortabler ist als ein Wollnashornfell.

Bericht: Dorle Schmid
Bilder:   Manfred Strauß

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