2014 Sen Donauwald

Frühlingswanderung im Donauwald


Wissen Sie was die Ramsar-Konvention ist? Ich habe es bis gestern nicht gewusst: Benannt nach der iranischen Stadt Ramsar wurde diese 1971 zum Schutz der Feuchtgebiete geschlossen. Nachdem man Erkenntnisse über die Vogelzüge hatte, war dieses Vertragswerk von der UNESCO angestoßen worden. Es ist der älteste Vertrag zum Schutz der Natur und wurde von der Bundesrepublik Deutschland 1976 ratifiziert. Unter den Schutz dieses Vertrags wurde auch das Schwäbische Donaumoos gestellt, dessen Teilgebiet das Langenauer Ried darstellt. Die Arbeitsgemeinschaft Donaumoos e.V. nimmt sich dort der Biotoppflege, dem Flächenmanagement, dem Artenschutz und der Öffentlichkeitsarbeit an. Im Eigentum des Vereins befinden sich 8 ha und 15 ha sind Pachtland.

Herr Holger Müller, 2. Vorsitzender, sollte uns durch den Auwald führen und dazu trafen wir uns mit ihm am Langenauer Bad. Mit dem Glockenschlag kamen auch die letzten Mitwanderer an.

Was uns im Wald erwarten würde, war bereits am Duft beim Aussteigen am Parkplatz klar: Bärlauch wohin man sah! Dazu auch der uns allen wohlbekannte Giersch. Dazwischen versuchte auch der Gundermann ans Licht zu kommen. Den hatten wohl die Engländer in früheren Zeiten als Hopfenersatz sehr geschätzt! Aber das Zweiblatt, eine sehr bescheidene Orchidee, hätte wohl keiner von uns ohne Hinweis durch Herrn Müller gesehen.
In einem der zahlreichen Quellenaustritte konnten wir dann auch noch Muscheln erkennen. Die Perlensuche blieb jedoch erfolglos. Auch vom Biber konnten wir nur die Ergebnisse seiner Bautätigkeit sehen. Er selbst verschlief wohl den Tag in seiner gewaltigen Burg. Von den Wasservögeln waren nur ein paar Haubentaucher zu erkennen. Der Jahreszeit entsprechend sind sie mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt, und die Zugvögel waren bereits weiter in ihre Brutgebiete nach Norden gezogen.

Als wir nach dem kurzweiligen Rundgang wieder am Parkplatz eintrafen, waren drei Stunden wie im Flug vergangen. Mit der Einkehr im bekannten und beliebten „Waldhorn“ in Bernstadt klang der Tag aus.

Bericht: Ingrid Scheib
Bilder: Manfred Strauß

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