2014 ST Nagelfluh

Skitour Allgäuer Alpen vom 01. bis 02. Februar 2014


Die ursprünglich geplante Skitour „Überschreitung der Nagelfluhkette“ war der Wettervorhersage zum Opfer gefallen, so dass der wohlweislich erstellte Alternativ-Plan zum Einsatz kam …

Wir starteten also am Samstag, 1. Februar, um 7 Uhr mit Ziel Sigiswang. Beim Loslaufen trafen uns schon die ersten Sonnenstrahlen und begleiteten uns bis zum Gipfel. Der angekündigte Fön-Sturm war eher ein laues Lüftchen, das bei den frühlingshaften Temperaturen für angenehme Kühlung sorgte. Auf dem Gipfelplateau ließen wir uns nieder und genossen die wunderbare Rundumsicht. Auch die anschließende Abfahrt konnten wir genießen, denn der Neuschnee der letzten Tage hatte der Schneesituation insgesamt gutgetan, auch wenn sich der Zuwachs in Grenzen hielt. Oberhalb der Waldgrenze ließ sich sogar noch unverfahrenes Gelände entdecken. Somit konnten wir bis zum Mittag schon die ersten 700 Hm verbuchen.

Nach einer ausgeprägten Mittagspause in einem netten Café in Blaichach, nahmen wir einen Ortswechsel vor. Am Parkplatz der Hochgratbahn begannen wir gegen 14:30 Uhr unseren Aufstieg zur Staufner Haus. Nach weiteren 800 Hm und mit einsetzendem Schneefall trudelten wir am späten Nachmittag in der gut besuchten Hütte ein. Nachdem wir nach einem kleinen Umbau alle an einem gemeinsamen Tisch Platz gefunden hatten, war der Gastraum genagelt voll und im Laufe des Abends stieg der Geräuschpegel auf ca. 100 db. Unsere beiden Tourenführern Michael und Hartmut schmiedeten Pläne für den nächsten Tag – je nach Wetter und Bedingungen – und bei Hopfenkaltschale, Ingwerwasser und einem roten Spanier verbrachten wir noch ein paar nette, bisweilen recht ausgelassene Stunden.

Der nächste Morgen zeigte eindeutig, welcher der beiden Pläne in die Tat umgesetzt werden sollte – es schneite und das nicht zu knapp. Also ging es erstmal bergab und trotz schlechter Sicht war die Abfahrt recht nett, da es sicher schon 10-15 cm Neuschneeauflage hatte. An der unteren Lauchalpe auf knapp 1.000 m hieß die Devise „Anfellen“ und los ging es Richtung Falkenhütte mit Ziel Eineguntkopf. Der Aufstieg zur Falkenhütte folgte zum Teil dem Verlauf des Sommerwegs (Premiumweg), der durch ausgesprochen schönen Bergwald verlief – mit riesigen Laubbäumen und mächtigen Tannen. Die Stimmung war fast mystisch, da der Schneefall inzwischen einem leichten Nebel gewichen war, der zwischen den Bäumen und in den Tobeln hing. Wieder auf freiem Gelände spitzte hin und wieder sogar kurz die Sonne durch, allerdings war ihr Besuch von kurzer Dauer. Auf dem Gipfel (1.639 m) hatten die Wolken wieder die Vorherrschaft, und nach kurzer Gipfelrast kurvten wir in dichtem Nebel bis zur Falkenhütte, wobei die Liftmasten gute Orientierungspunkte boten.

Nach dem Einkehrschwung in der Falkenhütte hatte sich der Nebel soweit gelichtet, dass er einer traumhaften Abfahrt in wunderbarem Tiefschnee und ideal geneigten Hängen  keinen Abbruch mehr tun konnte. Somit sind wir an diesem Wochenende trotz suboptimaler Bedingungen voll auf unsere Kosten gekommen, und beim Abschied konnte man in viele zufriedene Gesichter schauen. Vielen Dank auch noch an unsere beiden Tourenführer für die gute Planung, die sinnvollen Alternativen und den reibungslosen Ablauf. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr mit der Nagelfluhkette …

Bericht: Birgit Richter
Bilder: Tobias Schmid, Michael Scharpf

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