2014 ST Sellrain

Skitourenwochenende im Sellrain


Dem nicht idealen Wetterbericht trotzend fuhren wir am Freitagmittag in Richtung St. Sigmund in den Stubaier-Alpen los, um uns dort im Schnee austoben zu können. Den ca. 3-stündigen Zustieg zur Pforzheimer Hütte bewältigten wir noch bei Tageslicht. Dort angekommen, begrüßte uns herzlichst der Hüttenhund und dessen Frauchen (Hüttenwirtin Ingrid). Nachdem das Lager bezogen war, konnten wir auch schon unser Dinner einnehmen, welches extrem lecker und sättigend war.

Da am nächsten Tag das Wetter besser war, als es die Wetterfee prophezeit hatte, konnten wir die Besteigung des Gleirscher Fernerkogels (3194m) in Angriff nehmen. Wir machten uns Richtung Süden auf, bis wir den Gleirscher Ferner erreichten. Dort war die erste Schlüsselstelle zu überwinden. Diese war eine sehr steile, ostseitige Rinne, die wir zu Fuß erklommen. Nach dieser Rinne konnten wir auf einem Plateau kurz verschnaufen, um Kraft für den zum Teil über 40 Grad steilen Gipfelhang zu sammeln. Das Spuren stellte sich nicht als ganz einfach heraus, deshalb stiegen wir auch diesen Hang zum Teil mit den Skiern am Rucksack auf. Der schwierige Aufstieg wurde mit einem genialen Gipfelpanorama entschädigt.  Die Hänge unterhalb der Rinne luden zum herrlichen Kurzschwingen ein. Jeder von uns war froh, dass wir trotz der schlechten Wetterprognose eine solch rassige Skitour unternehmen konnten.

Für den nächsten Tag hofften wir alle, dass das Wetter noch besser sein würde als vorhergesagt und wir somit den Zwieselbacher Roßkogel besteigen könnten. Für dieses Vorhaben ist eine gute Sicht unabdingbar, da der Übergang durch eine Scharte in das Kraspestal nicht einfach zu finden ist. Wir stellten jedoch fest, dass die Sicht am Sonntagmorgen mit dem Blick auf ein weißes DIN-A4 Blatt vergleichbar ist und wir somit auf eine Alternative umschwenken mussten. Also versuchten wir, auf den Schartlkopf (Hausberg der Pforzheimer-Hütte) zu kommen. Die Navigation wurde durch die schlechte Sicht natürlich nicht einfacher und somit war es das Klügste. nach einer kurzen Rast auf einem Geländerücken zur Hütte zurückzukehren.
Nach einer kurzen Stärkung auf der Pforzheimer-Hütte machten wir uns zur letzten Abfahrt zum Parkplatz auf, wobei uns der Hüttenhund nur schweren Herzens ziehen lassen wollte.

Nun können wir auf ein geselliges Hüttenwochenende auf der Pforzheimer-Hütte zurückblicken, wobei wir diese Hütte mit ihrem sehr sympathischen Hütten-Team jedem weiterempfehlen können.

Vielen Dank an Michael Scharpf, für die Organisation und Durchführung dieser schönen Tour.

Bericht: Michael Müller
Bilder: Thomas Löffler, Michael Scharpf, Jürgen Bauer

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