2015 BW Chiemgau

Rund um das Priental


Unweit des Chiemsees findet sich in den Chiemgauer Alpen ein ausgedehntes Wandergebiet mit einem dichten Wegenetz und etlichen DAV-Hütten, die auf der „Chiemgau-Runde“ in vier Tagen besucht werden können. Bei besten Wetterbedingungen waren zehn Bergfreunde der Sektion hier unterwegs.
Start für die Rundtour war Hohenaschau, von wo die Kampenwandbahn die Gruppe nach oben transportierte. So begann die Wanderung mit einem Abstieg auf teilweise feuchten, rutschigen Pfaden hinunter zur Daisenalm, wo die erste längere Pause eingelegt wurde. Bei hohen Temperaturen und großer Luftfeuchtigkeit musste dann der lange Aufstieg angegangen werden, der auch wegen der schweren Rucksäcke etliche Schweißtropfen kostete. Am Gipfelkreuz des Weitlahnerkopfes wurden die Wanderer dafür durch eine imposante Aussicht über die Chiemgauer Berge, zur Kampenwand und auf den Chiemsee belohnt. Vorbei an der Rossalm führte der Weg durch Alpenrosen und Latschen weiter zum Sattel unter dem Geigelstein. Während es sich eine Teilnehmerin nicht nehmen ließ, noch schnell zum Gipfelkreuz zu steigen, wanderte der Rest der Gruppe gemütlich durch blühende Wiesen hinunter zur Priener Hütte, um sich für den anstrengenden Tag mit Kaffee und Kuchen zu belohnen.

Nach dem Frühstucksbuffet begann die Tagesetappe wieder mit einem Abstieg, dieses Mal hinunter nach Sachrang. Hier wurde es Zeit für eine kurze Einkehr, dann ging es bei schwüler Hitze wieder aufwärts zum Spitzsteinhaus. Nach kurzer Stärkung musste man ntürlich dem Hausberg der Hütte, dem Spitzstein einen Besuch abstatten. Ohne Gepäck waren die 350 Hm schnell bewältigt und Wanderer konnten nochmals die Aussicht genießen und auch den gesamten Wegverlauf des folgenden Tages verfolgen. Bis zur Hüttenruhe bewunderte man abends von der Terrasse aus die steilen Wände des Kaisergebirges und füllte natürlich die Flüssigkeitsvorräte wieder auf.

Der dritte Tag brachte die längste und schönste Wegstrecke der Tour. Nach dem Frühstück auf der Hüttenterrasse führte bei strahlendem Sonnenschein der Weg von der Hütte zunächst unter den senkrechten Wänden des Spitzstein hinauf zum Spitzsteinsattel. Durch schrofiges Latschenglände ging es dann steil hinab und danach durch weitläufiges Weideglände hinauf zum Brandelberg. An der (geschlossenen) Klausenhütte wurde es Zeit für die Mittagspause, anschließend ging die Wanderung weiter zum Klausenberg und zum Predigtstuhl, beide nochmals mit schöner Aussicht. Auf teilweise ausgewaschenen, ruppigen Wegen musste dann bis zur Holzerhütte abgestiegen werden, wo der lange, heiße, durstige Aufstieg zum Hochrieshaus begann. Am Nachmittag war die auf einem grandiosen Aussichtsbalkon gelegene Hütte erreicht und man konnte die Sicht auf den Inn, auf Rosenheim und Kufstein sowie zum Wilden Kaiser und zu den Tegernseer Bergen genießen.

Für den letzten Tag der Tour war (fast) nur noch Abstieg angesagt. Zunächst wanderte man hinunter zu den Riesenalmen. Von hier stieg die Gruppe über steile Almwiesen hinauf zum Riesenberg, um von oben den Blick auf den Chiemsee zu werfen. Weglos suchte man den Abstieg hinunter zur Riesenhütte und wanderte dann auf Forstwegen abwärts zur Hofalm. Hier zwang der Durst zu einer Einkehr, danach wurde das letzte Wegstück hinunter nach Hohenaschau zurückgelegt, wo man sich vor der Heimfahrt noch in einer bayerischen Wirtschaft stärkte.

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