2015 HT Rieserferner

Hochtour – Rieserfernergruppe


1. Tag
Wir starteten unsere Tour auf den Hochgall am 8.8.2015 um 07.20 Uhr am Parkplatz in Vöhringen. Mit im Team waren unser Tourenführer Michael sowie Edith, Ralf und Harry. Wir hatten noch das Glück, Jürgen als zusätzlichen Tourenführer mit im Team zu haben, der am späteren Abend noch zu uns gestoßen ist.
Zunächst ging es über den Fernpass und Brenner nach Rein im Ahrntal.
In 5 Stunden sollte es eigentlich ins Ahrntal gehen, was letztlich dank des erhöhten Verkehrsaufkommens in nervigen 6,5 Stunden endete. Am Parkplatz Säge angekommen, ging es bergauf auf die Kasseler Hütte. Der Aufstieg von 700 Höhenmetern ist mit 2 Stunden angegeben. Wegen des unbeständigen Wetters erreichten wir die Hütte pitschnass in 1,5 Stunden. Dank eines überdimensionierten Gebläses im Trockenraum war unsere Ausrüstung innerhalb von einer Stunde wieder einsatzbereit.
Der schlechteren Prognose geschuldet, entschieden wir uns den Hochgall erst am Montag in Angriff zu nehmen und die Montagstour vorzuziehen.
Das Abendessen auf der Kasseler Hütte war eine Wucht. Deshalb ließen wir uns auch von der Hüttenwirtin überreden, auf das Thermosfrühstück zu verzichten und erst um 5.30 Uhr zu frühstücken. Naja, da waren wir ein wenig überrascht, als wir am nächsten Morgen mit trockenem Brot und Marmelade zu kämpfen hatten.

2. Tag
Um 6.20 Uhr starteten wir auf die Rundtour mit dem ersten Etappenziel, dem Schneebiger Nock 3358 m. Am Gipfel angekommen, konnten wir die herrliche Berglandschaft genießen. Der Großvenediger (Tourenziel vor zwei Wochen) zeigte sich von seiner schönsten Seite. Nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Gipfel mit einer Gruppe aus Ungarn packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg hinüber zum Fernerköpfl 3249 m. Das kleinere Frauenköpfl ließen wir aus und nahmen den interessanteren Weg über den Gletscher hinauf zum letzten Gipfel unseres Tageszieles den Magerstein 3273 m. Hier machten wir Rast, bevor wir den direkten Weg hinab über den Gletscher wählten.
Am Abend entschlossen sich Ralf und Harry noch das Tristennöckl 2465 m in Angriff zu nehmen. Die Extratour wurde mit einem erfrischenden Bad am Bergsee der Kasseler Hütte belohnt (eiskalt!!!). Zum Ausklang des sonnigen Tages gönnten wir uns noch das eine oder andere isotonische Getränk (Saurer Russ), bevor wir frühzeitig an unserem Kopfkissen horchten.
3. Tag
Um 4.00 Uhr ging das Licht in unserer Unterkunft an, und um 5.00 Uhr machten wir uns auf dem Weg zu unserem Tourenziel, dem Hochgall 3436 m. Nach zwei Stunden Zustieg und ca. 600 HM, erreichten wir den Einstieg zum Grauen Nöckl, wo wir auch die Schlüsselstelle im III. Grad meistern mussten. In luftiger Höhe und über zwei Seillängen angeseilt erreichten wir dann den Nordwestgrat hoch zum Gipfel. In einer Klettertour im II. Grad überwanden wir in weiteren 2 Stunden den Nordwestgrat und lagen uns zum Bergheil am schönen Gipfelkreuz in den Armen. Es war ein überwältigendes Gefühl, den doch sehr anspruchsvollen Berg erklommen zu haben.
Nach dem Abstieg gönnten wir uns nochmals ein wohlverdientes isotonisches Getränk in der Kasseler Hütte, bevor wir dann den Abstieg ins Tal antraten. Mit 1350 Aufstiegsmetern und 2000 Abstiegsmetern kamen wir glücklich und ausgepowert wieder an der Säge, unserem Ausgangspunkt an.

Wir waren wirklich eine super Gruppe und alles hat prima funktioniert; was wir natürlich auch unserem Tourenführer Michael zu verdanken haben. Alles in Allem war es ein super Wochenende!!!

Bericht: Harry Dommer
Bilder: Michael Scharpf, Harry Dommer

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