2015 Sen Hochgrat

Vom Hochgrat zum Rindalphorn


Die Unternehmungslust der Senioren/innen ist ungebrochen, deshalb trafen sich 17 von ihnen zur ausgeschriebenen Bergtour im Allgäu. Ziel war dabei die Begehung eines Teils der Nagelfluhkette.
Startpunkt der Wanderung war die Hochgratbahn in Steibis. Obwohl noch Nebelschwaden um den Grat waberten, machte sich die Gruppe in bester Stimmung von der Bergstation der Bahn auf den Weg zum Gipfel. Schon nach 20 min war das Gipfelkreuz, und damit der höchste Punkt des Tages, erreicht. Obwohl die Sicht sehr beschränkt war, bot das Spiel der Nebelwolken am Grat beeindruckende Bilder und immer wieder tauchten einzelne Gipfel der Balderschwanger Berge aus dem Dunst auf.
Während sich Sonne und Nebel um die Vorherrschaft stritten, begann der Abstieg auf gut ausgebautem Weg zur Brunnenauscharte. Beim Blick zurück imponierte immer wieder der wuchtige Aufbau des Hochgrats mit seinen aufgeschichteten Nagelfluhplatten. An der Scharte begann der nächste Aufstieg. Über viele Stufen ging es hinauf in Richtung Rindalphorn, bis zur Mittagszeit eine sonnige Wiese zur ausgedehnten Rast einlud. Hier riss die Nebelschicht endgültig auf, und es zeigte sich in unmittelbarer Nähe der markante Gipfel des Rindalphorn und auf der anderen Talseite der langgezogene Rücken des Prodel mit Denneberg und Himmeleck.
Frisch gestärkt machte man sich wieder auf den Weg und erreichte schon wenige Minuten später bei strahlendem Sonnenschein den zweiten Gipfel des Tages. Der folgende Abstieg war dann das unangenehmste Wegstück der Wanderung. Auf ausgewaschenem lehmigem Pfad, der durch den nächtlichen Regen ziemlich rutschig war, ging es steil hinunter zur Gündlesscharte – zum Glück von Allen unfallfrei und mit sauberem Hosenboden erreicht. Hier wurde nach kurzer Beratung beschlossen, angesichts der Zeitangabe für den Rückweg auf die Besteigung der Gündlesspitze zu verzichten, und sich direkt an den Abstieg in Richtung Weißachtal zu machen.
Über nasse Wiesen mit eingelagerten glitschigen Nagelfluhbänken wanderte man steil abwärts zur Rindalpe, wo ein Schild „heute Apfelkuchen“ die Gruppe stoppte und zu einer Einkehr zwang. So konnte man anschließend auch den langen, nervtötenden „Hatsch“ auf der Teerstraße zurück zur Hochgratbahn bewältigen.

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