2015 Sen Inzigkofen

Zu den Grotten von Inzigkofen


Wieder einmal hatte sich eine stattliche Gruppe (18 Personen) zu der von Karl Grauer bestens vorbereiteten und geführten Tour im Donautal eingefunden. Sie zeigte aufs Neue, dass sich in der nahen Umgebung noch viele unbekannte landschaftliche und kulturelle Kostbarkeiten finden lassen, wenn man einen kompetenten Gebietskenner dabei hat.

Los ging es in Laiz bei Sigmaringen. Schon nach wenigen Minuten stand die Gruppe auf einem der vielen Höhepunkte des Tages, dem „Amalienfelsen“ mit schönem Tiefblick auf die Donau, dessen Name an die Fürstin Amalie Zephyrine (1760-1841) erinnert. Nach einem kurzen Stück hinunter zum Fluss führte der bestens beschilderte „Kloster-Felsenweg“ wieder aufwärts, dieses Mal zum Kloster Inzigkofen, einem ehemaligen Augustiner-Chorfrauenstift (14.-19. Jht), dessen Räume heute weitgehend von der VHS für überregionale Erwachsenenbildung genutzt werden.
Nach einem Besuch in der sehenswerten Klosterkirche erreichte die Gruppe auf beinahe alpin anmutendem Weg die „Teufelsbrücke“, die eine Felsenschlucht überspannt und über die man das „Känzele“ erreicht, von dem aus sich erneut ein schöner Blick auf das Donautal bietet. Über steile Treppenwege führte Karl die Wanderer weiter zum absoluten Höhepunkt des Tages, den „Inzigkofer Grotten“. Aus den 150 Mio. Jahre alten Kalken des Jurameeres hat die Schmeie tiefe Höhlen und Grotten ausgewaschen, bevor nach der Risseiszeit die Donau ihr Bett übernommen hat.
Nach ausgiebiger Besichtigung wurde die Donau überquert und man machte sich an den Aufstieg zur Ruine „Gebrochen Gutenstein“. Mit Blick auf die Donau, auf der ein Gewimmel von Booten unterwegs war, wurde hier Mittagspause gemacht, bevor es die mühsam erarbeieteten Höhenmeter wieder hinab ins Tal der Schmeie ging. Im romantischen Tal folgte man dem Bach bis zur Zigeunerhöhle. Von hier durfte man wieder bergauf marschieren und erreichte den „Erratischen Block“, einen Gneisfels, den die Eiszeit aus der Silvretta bis hierher transportiert hatte.
Bald darauf erreichte man mit dem „Gespaltenen Fels“ nochmals einen exzellenten Aussichtpunkt über der Donau, nochmals mit schönem Blick über das Tal und auf die Gemeinde Laiz. Jetzt war es nicht mehr weit zum Parkplatz unmittelbar neben Bäckerei und Café, wo man sich vor der Heimfahrt ausgiebig stärken konnte.

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