2015 Sen Muellverbrennung

Besichtigung der Müllverbrennung


Ein strahlend blauer Novembertage mit Temperaturen wie an einem Spätsommertag führte uns ausgerechnet zum Faschingsauftakt (11.11.) zur „Besichtigung der Müllverbrennung“! Also ganz ehrlich, dafür habe ich mich nicht für besonders  interessiert. Aber mein Vertrauen darauf, dass Manfred sich eigentlich immer etwas Besonderes einfallen lässt, ließ mich pünktlich am Treffpunkt sein. Bereits am Eingang machte ich gleich zwei Erfahrungen:

1. Es stinkt nicht wie die Müllabfuhr vor dem Haus und
2. die Anlage ist nicht nur Müllverbrennung, sondern MHKW – Müll-Heiz-Kraftwerk. Hier macht man Energie aus Müll.

Der Müll befindet sich ab der Anlieferung in einem geschlossenen System. Die Abgase werden abgesaugt und mit dem Restmüll verbrannt. Die Verbrennung liefert nicht nur Wärme für Ulmer Haushalte und Betriebe, sondern dank einer Kraft-Wärme-Kopplung wird auch Strom erzeugt. In einem komplizierten chemischen Verfahren erhält man bei der Rauchgasreinigung neben Flugasche und Filterkuchen auch Gips und Kochsalz, welche an weitere Betriebe weitergegeben werden, wo sie zur Herstellung anderer Produkte benötigt werden.Filterkuchen und –Stäube werden wie die Schlacke in einem Salzbergwerk in Kochendorf bei Heilbronn als Verfüllmaterial zur Abstützung von Abbaukammern verwendet.

Nach so viel technischer Information rauchten uns die Köpfe und die Einkehr im „Löwen“ in Wiblingen war für alle Teilnehmer zwingend. Manfred hatte uns wieder einen spannenden Nachmittag geliefert.

Ingrid Scheib

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