2015 SST Reuterwanne

Schneeschuhtour auf die Reuterwanne


„Zu wenig Schnee – örtliche Schneefälle – Schneekettenpflicht“, das waren die Meldungen im Vorfeld der geplanten Schneeschuhwanderung, die dafür sorgten, dass die Planung etliche Male über den Haufen geworfen wurde. Schließlich wurde statt dem Hündle die Reuterwanne als Ziel ausgewählt, was sich tatsächlich als Glücksgriff herausstellte. So erlebten die 16 Teilnehmer der Tour einen Wintertag aus dem Bilderbuch mit Sonne, Pulverschnee und einem herrlichem Ausblick vom Gipfel.
Eine bunt gemischte Truppe startete am Parkplatz in Jungholz/Langenschwand. Zunächst ging es auf den Jungholzer Panoramaweg, der immer wieder Ausblicke auf den winterlichen Ort bot. Vorbei an der Kneippanlage, dem idyllischen Moorweiher und dem Wasserbecken zur Schneeerzeugung gelangte die Gruppe zur Abzweigung Reuter Wanne, wo die Schneeschuhe angelegt wurden. Durch den frisch verschneiten Wald zog sich nun der Weg stetig aufwärts, wobei immer wieder neue Aussichten frei wurden, sobald die Nebeldecke für kurze Augenblicke aufriss. Bald zweigte die zuerst noch vorhandene Spur ab, so dass für den Rest des Aufstiegs Spurarbeit angesagt war, bei der sich „Frauen-Power“ bewährte.
Genau mit Verlassen des Waldes und dem Erreichen des Gipfelhanges hatte es die Sonne geschafft. Die letzten steilen Höhenmeter zum Gipfelkreuz konnten so bei strahlendem Sonnenschein zurückgelegt werden. Hier wurde bei einer ausgiebigen Rast der Rucksack erleichtert und gleichzeitig ein grandioses Panorama genossen. In frischem Weiß erstrahlten die Gipfel des Wetterstein mit der Zugspitze, die Tannheimer Berge und die Spitzen der Allgäuer Alpen, davor in den Tälern eine Wolkenschicht, die immer wieder vor dem Grünten den Vorhang schloss.
Nach ausgiebigem Staunen wurde es wieder Zeit zum Aufbruch. Zunächst erfolgte der Abstieg in der Aufstiegsspur, später musste im dichten Nebel der richtige Abstieg zur Oberen Reuterwanne-Alpe gefunden werden. Von dort war es nicht mehr weit zur Stubentalalpe, in der es allerdings keinen Platz mehr gab. So ging es ohne Aufenthalt auf der Rodelbahn hinunter zum Parkplatz in Langenschwand und mit dem Auto nach Wertach, wo man sich vor der Heimfahrt mit Kaffee und Apfelstrudel stärkte.

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