2015 ST Lechtal

Skitouren  im Lechtal


Am  Samstagmorgen fuhren wir zu zwölft in Richtung Namlos im Lechtal. Da das Wetter für diesen Tag sehr gut vorhergesagt und zusätzlich noch der Beginn der Osterferien war, war der Verkehr sehr dicht und so standen wir an der Grenze zu Österreich auch kurz im Stau.
Bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen machten wir uns unter Leitung von Michael Scharpf auf den Weg in Richtung Fallerschein, wo wir uns vom Wirt einer gemütlichen kleinen Hütte auf einen Umtrunk nach der Tour einladen ließen. Zunächst ging es jedoch weiter durch das Tal in Richtung Namloser Wetterspitze (2553m) und zuletzt über den steilen Südwestrücken bei guten Verhältnissen auf dessen Gipfel.

Nach einer kurzen Gipfelrast machen wir uns an die Abfahrt, welche dank einer kleinen Neuschneeauflage über dem tragenden Harschdeckel deutlich besser war als von den meisten erwartet. In der kleinen  Berghüttenansammlung Fallerschein ließen wir uns das ein oder andere alkoholische oder auch alkoholfreie Erfrischungsgetränk vor einer privaten Hütte mit familiärem Ambiente schmecken.  Der sehr nette Wirt achtete penibel darauf, dass auch ja keiner hungrig zurück ins Tal geht. Einige von uns hatten sogar das Privileg, dass sich ein selbsternannter „Aufschneider“ mit an den Tisch setzte und einen Lehrgang über das richtige Aufschneiden von Speck und Käse gab. So wissen wir nun, dass Speck in einer Breite von 1,3-1.5mm und Käse in Stücken von 2cm Länge und 1,3-1,5cm Dicke serviert werden sollte. Nachdem wir uns für die Verpflegung bedankt hatten, gingen wir den letzten Teil der Abfahrt auf dem flachen Forstweg an, bei der wir wegen der löchrigen Schneedecke doch des öfteren abschnallen mussten.
Mit dem Auto fuhren wir weiter in Richtung Kaisers, wo wir im Edelweißhaus Quartier bezogen.  Bei gutem Essen und Trinken ließen wir den Tag ausklingen. Den Plan, am nächsten Tag die Holzgauer Wetterspitze anzugehen, verwarfen wir wegen der miserablen Wettervorhersage für den kommenden Tag. Als Alternative schlug Michael den Grießkopf (2581m) vor, was wie sich herausstellen sollte eine sehr gute Entscheidung war.

Nach einem guten Frühstück machten wir uns also am Sonntagmorgen zunächst mit den Skiern am Rucksack auf den Weg durch das Kaisertal in Richtung Kaiseralpe. Das Wetter war deutlich besser als vorhergesagt. Die Wolkendecke war zwar geschlossen, die Basis lag aber über den Gipfeln, und es gab keinen Niederschlag. Wegen der fehlenden nächtlichen Abstrahlung war der Schnee jedoch auch am Morgen schon recht weich.
Von der Kaiseralpe folgten wir dem Sommerweg über zwei Steilstufen in Richtung Kaiserjochhaus. Trotz des  starken und böigen Windes im Bereich der Hütte entschlossen wir uns, den Gipfel zu probieren. Am beeindruckend steilen Gipfelaufbau war es dann zum Glück nicht ganz so windig. Wegen dem steilen, teils felsdurchsetztem Gelände entschieden wir uns für ein Skidepot und stiegen die letzten 200 hm zu Fuß in Richtung Gipfel. Da die starken Windböen doch eher ungemütlich waren, verzichteten wir auf eine ausgedehnte Gipfelrast. Die Abfahrt erfolgte entlang der Aufstiegsroute in weichem aber größtenteils gut zu fahrenden Schnee. Zurück im Tal sind wir uns einig, dass der Grießkopf ein sehr gutes und anspruchsvolles Ziel für diesen Tag war. Erst als wir die Autos beladen, kommt das angesagte schlechte Wetter und es beginnt zu regnen… perfektes Timing.
Auf dem Heimweg lassen wir das sehr gelungene Tourenwochenende in einem Cafe ausklingen und sind froh darüber, die Ausfahrt trotz der teils schlechten Wetterprognose gemacht zu haben.

Danke Michael für die optimale Planung und Durchführung.

Bericht: Joachim Hagel
Bilder: Manfred Mayer, Michael Scharpf

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