2015 ST Schochen

Skitour zum Schochen


Das Wetter bei der Abfahrt verhieß nichts Gutes für unsere geplante Tour auf den Schochen. In der Nacht hatte es im Allgäu ca. 20cm geschneit, die Wetteraussichten waren mittelmäßig aber Lawinenlagebericht gut und so saßen wir um kurz nach 9 Uhr fast alleine im Bus ans Giebelhaus. Am Giebelhaus (1068 m) angekommen werden die Wolken dünner und die Sonne zeigt sich.
Wir starten vom Giebelhaus hinein ins Obertal und sehr flach bis an dessen Ende. Unterhalb der Wengen Alp durch und nun steiler an der Kuhplatten Alp vorbei auf den Schochen. Zuletzt über einen Steilhang empor nach links hinaus auf den Ostgrat. Die letzten Meter über den Ostgrat zu Fuß bis auf den Gipfel (2100 m). Auf Grund des Temperatursturzes gestern und der nächtlichen Abstrahlung ist der letzte Steilaufschwung problemlos zu bewältigen.
Auf dem Grat angekommen liegt der Allgäuer Hauptkamm in voller Pracht vor uns. Die Täler liegen unter einer dicken Wolkendecke begraben. Nach kurzer sonniger, windiger Rast auf dem Gipfel machen wir uns wieder an den Abstieg zurück zum Giebellhaus. Beim Abstieg verschwinden auch noch die letzten Wolken vor der Höfats, und der Schneck schickt zum Abschied einen grimmigen weißen Gruß hinab Richtung Oytal.
Vor uns sind nur vier Tourengeher und nach deren Abfahrt sind wir für den Rest des Tages alleine im sonnigen Obertal. Ab jetzt heißt es 1000 Höhenmeter Powder-Alarm in bestem Skigelände und unverspurte Hänge bis hinab ans Giebelhaus. Wir machen unterwegs noch eine Pause, lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen und genießen die Ruhe bevor wir den Rest abfahren.

Mit dem letzten Bus des Tages und einem verdienten Bier im menschenleeren Giebelhaus geht dieser wunderbare Tag dann zu Ende. Eine Tour die besser hätte nicht sein können.

Bericht: Jörg Schöpperle

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