2015 W Aldein

Frühlingswanderungen in Südtirol


Wie schon in den vergangenen Jahren starteten die Bergwanderer der OG Laupheim die Wandersaison mit einer Wochenausfahrt nach Südtirol. Standquartier war dieses Mal das „Michlhaus“ in Aldein, wo die Gruppe freundlich aufgenommen und hervorragend bekocht wurde.
Schon kurz nach der Ankunft am Ostermontag starteten die Laupheimer zur ersten Wanderung. Erstes Ziel waren der Mühlenweg im Thal und die Maria-Schnee-Kapelle. Von dort ging es weiter zum Aussichtspunkt Roßsprung hoch über dem Etschtal mit gigantischem Blick ins Tal und zu den Ötztaler Alpen im Winterkleid. Der Rückweg führte zunächst ein gutes Stück hinab in Richtung Branzoll und dann am Aldeiner Bach wieder aufwärts nach Aldein, wo die Chefin inzwischen ein üppiges Abendessen zauberte.

Inmitten von Wiesen und Wäldern liegt Maria Weissenstein, der bedeutendste Wallfahrtsort Südtirols. Die barocke Kirche aus dem 17 Jh. und der Blick auf Schlern, Rosengarten, Latemar und die Ortlergruppe bilden eine reizvolle Kulisse für Pilger und Naturliebhaber gleichermaßen. Diesem Kleinod galt die Wanderung am zweiten Tag. Bei eisigem Wind und teilweise winterlichen Wegverhältnissen führte die Route vom Scheidnerhof zunächst hinauf zur Schmiederalm und in tiefem Schnee mit schwieriger Wegfindung ins Kösental. Auf dem E5 wurde dann Weissenstein erreicht, wobei beeindruckende Ausblicke immer wieder zu kurzen Pausen zwangen. Nach dem Besuch der Wallfahrtskirche ging es durch den Petersberger Wald zurück, immer wieder überrascht von total vereisten Wegen, die gelegentlich zu abenteuerlichen Umwegen zwangen.

Der nächste Morgen bescherte den Wanderern wieder strahlenden Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Der heutige Weg führte zunächst stetig bergab bis zur Bletterbachschlucht, die auf einer hölzernen überdachten Brücke gequert wurde. Danach galt es, die Höhenmeter wieder aufwärts in Richtung Unterradein zu erkämpfen, bis schließlich an einem Jugendfreizeitheim Mittagspause gemacht wurde. Immer noch aufwärts führte der Forstweg mit schönen Ausblicken zur ehemaligen Blettermühle, wo 400 Hm höher der Bletterbach wieder überquert wurde. Auf einem Panoramaweg der Extraklasse ging es zurück nach Aldein, wo wieder ein hervorragendes Abendessen wartete.

Unweit von Aldein liegt die kleine Gemeinde Truden an einem Höhenzug um das Trudener Horn in den Fleimstaler Alpen. In den Höhen finden sich viele Rodungsflächen, jede mit einer eigenen „Schupfe“, wie die typischen Almhütten hier genannt werden. Zur bekanntesten, der Peraschupfe, führte die nächste Wanderung. nach steilem Aufstieg war der idyllische Platz der Hütte an einem See mit wiederum herrlicher Aussicht bald erreicht. Auf dem Trudener Höhenweg wurde die Wanderung hoch über dem Fleimstal fortgesetzt. An der Krabesalm musst nochmals ausgiebig Pause gemacht werden, um das Panorama von der Pala bis zu den Gardasee-Bergen zu genießen. Über den Ziss-Sattel ging es dann auf dem E5 zurück nach Truden.

Viel zu schnell waren die Tage in Aldein verflogen, und es musste am Samstag die Heimfahrt angetreten werden. Vorher aber gab es zum Abschied noch eine Genusswanderung zum Göllersee und zur Rotwand. Durch lichten Kiefernwald, der am Boden komplett mit blühendem Heidekraut bewachsen war, wanderte die Gruppe vorbei am Hexenstein hinunter zum idyllischen See, in dem sich hunderte von Fröchsen tummelten. Bald darauf war die Aussichtskanzel auf der Rotwand erreicht. Leider verwehrte der Dunst hier die Sicht auf die Berge und ließ nur einen beindruckenden Tiefblick auf das Etschtal zu. Nach einem letzten Capuccino bei „Irene“ machte man sich dann auf die Heimfahrt.

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