2016 Sen Karren

Vom Karren durch Alploch- und Rappenlochschlucht

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Es geht los - abwärts!


Mit der Wahl seines Tourenziels hatte Karl Grauer ins Schwarze getroffen, denn der Einladung zur Seniorentour folgten 19 Bergfreunde, die bei strahlend blauem Himmel die Fahrt nach Dornbirn antraten. Hier brachte die Karrenbahn die Wanderer nach oben, wo sich von der Bergstation aus ein überwältigender Blick über die Stadt Dornbirn zum Bodensee bot.
Für eine Bergwanderung etwas ungewohnt, begann die Tour mit einem langen Abstieg, der hinunter zum Staufensee und zum Kraftwerk Ebensand führte. Hier wurde die erste Pause eingelegt, dann ging es auf luftigen, an die Felswand gehängten Stegen hoch über der Dornbirner Ache durch die beeindruckende Alplochschlucht bis zum Ausstieg an der „Schmitte“. Hier treten die allermeisten Begeher der Schlucht den Rückweg an, nicht aber die Laupheimer Senioren. Auf steilem Wurzel- und Treppenpfad führte Karl die Gruppe hinauf zu einem ganz besonderen Naturjuwel, dem „Kirchle“.

Das Kirchle ist ein in der letzten Eiszeit ausgewaschenes steinernes Naturdenkmal. Diese felsüberhängende, trockene Klamm ist etwa 65 m lang und bis zu 13 m breit und etwa 20 m tief. Die Klamm kann entlang des einstmaligen Wasserdurchflusses durchwandert werden. Das Kirchle entstand durch abfließendes umgeleitetes Schmelzwasser der Gletscher am Ende der letzten Eiszeit und wurde nach Abschmelzen der Talgletscher trocken. Die nach oben sich verengenden Felsen und die ausgewaschenen, ehemaligen Kolke des Kirchle bilden optisch teilweise eine Art Kirchengewölbe und geben ihm den Namen.

Nach dem Gang durch das Kirchle wurde es zunächst Zeit für die Mittagspause, dann machte man sich wieder an den Abstieg. Dieser führte zurück durch die Alplochschlucht zum Staufensee, dann begann der Weg durch die Rappenlochschlucht. Wo im November 2011 ein gewaltiger Felssturz die alte Weganlage zuerstört hat, führt jetzt ein neu angelegter Weg hoch in der Felswand über die engste Stelle der Schlucht und dann auf vielen Treppen wieder in den Talgrund. Von einer Aussichtsplattform kann man dann nochmals die Rückseite des Felssturzes bewundern.
Kurz darauf war das Ende der Schlucht erreicht und auf breitem Weg erreichte die Gruppe das Gütle, wo sie sich im schattigen Biergarten niederließ, um sich mit Kaffee und Apfelstrudel zu stärken. So war es dann auch kein Problem mehr, entlang der Dornbirner Ache das letzte Stück zur Karrenbahn zurückzulegen, von wo man sich auf die Heimfahrt machte.

Bericht + Bilder: Konne

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