2016 ST Silvretta

Kleine Silvretta Runde (östlicher Teil)
Hartmut Presting, Eugen Walter, Manfred Sorg, Eckhard Hinderer


Nach 3,5 Stunden Anreise erreichen wir am Freitag das pulsierende Ischgl und steigen in 4 Std. übers Skigebiet im Fimbertal bis zur Heidelberger Hütte, die mit gehobener Ausstattung und gutem Essen auf uns wartet.

Der Samstag beginnt bei Warnstufe 3 mit dichter Bewölkung, Schneefall und starkem Wind recht ungemütlich. Im Laufe des Aufstiegs sinkt die Sicht teilweise weit unter 100m und macht eine Orientierung nahezu unmöglich, so dass wir die Gefahrenstellen nicht mehr sicher umgehen können. Wir entscheiden uns deshalb auf halber Strecke zur Umkehr und fahren wieder ab. Weiße Abhänge heben sich bei Nebel und Schneetreiben vor weißem Hintergrund nicht mehr ab, so dass akrobatische Einlagen nicht aus blieben. Dank GPS finden wir die wärmende Heidelberger Hütte treffsicher wieder.

Der Sonntag entschädigt vollkommen. Bei strahlendem Sonnenschein überschreiten wir über das Kronenjoch (2980m) ins Jamtal, nicht ohne die tolle Aussicht auf der Breiten Krone (3079m) zu genießen. Trotz hoher Warnstufe 3 finden wir akzeptable Auf- und Abfahrtsrouten bis zur Jamtal-Hütte, die nahezu Alpinhotel-Standard bietet.

Auch der Montagmorgen beginnt mit bestem Wetter. Wir steigen über den Jamtal-Ferner zur Tiroler-Scharte (3000m) auf, brechen jedoch die Besteigung des Ochsenkopfes (3057m) im brüchigen und steilen Gelände ab. Während der Abfahrt zur Wiesbadener Hütte zieht es dann zu, so dass wir das Traumpanorama rund um den Piz Buin nur durch einen Dunstschleier erkennen. Auch das Glück ist mit den Tüchtigen, denn erst am Nachmittag des allerletzten Tages zerbricht eine Dynafit-Bindung in zwei Teile, was uns jedoch nicht mehr stoppen kann. Die nachfolgende Ausfahrt übers Ochsental zum Stausee zieht sich und bei der Überquerung des Stausees kommen Gedanken an die Durchquerung des Grönland-Eisschelfs auf. Vorausschauend stärken wir uns an der Bielerhöhe, denn nun erwarten uns weitere 7,5 km Marsch im durchweg viel zu flach geschneiderten Klein-Vermunter-Tal bis Wirl, wo uns bei Sonnenuntergang der Skibus bis zum Auto und dieses bis nach Hause bringt.
Vier schöne und erlebnisreiche Tage liegen hinter uns die wir Dank Hartmuts Führung und Planung wieder durchgehend genießen durften. Vielen, vielen Dank !

Bericht: Eckhard Hinderer

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