2018 Sen Kalvarienberg

Vom Lechfall zum Kalvarienberg

Da die Krokusblüte am Hündle durch den langen Winter in diesem Jahr später einsetzt als gedacht, änderten die Laupheimer Senioren das Ziel ihrer Wanderung und fuhren nach Füssen. Hier bewegten sich die 14 Wanderer bei herrlichem Frühlingswetter auf den „königlichen Spuren“ von Maximilian II.

Ausgangspunkt der Rundtour war der Lechfall am Stadtrand Füssens, an dem der Lech über ein Stauwehr, das 1787 zur Nutzung der Wasserkraft errichtet wurde, in die Lechschlucht stürzt und auf den man vom König-Max-Steg einen schönen Blick hat. Von hier führte der Weg zunächst hinauf zur Marienkapelle am Stationsweg zum Kalvarienberg, dann bog die Gruppe in den Drei-Schlösser-Weg ein. Vorbei an Leberblümchen, Buschwindröschen und Schlüsselblumen kamen die Laupheimer zum Schwansee, wo sich ein idealer Platz fand, um bei einer Pause die Sonne zu genießen.
Durch den Schwanseepark, angelegt als englischer Landschaftsgarten von König Maximilian, erreichte man den Fischersteig, der in angenehmer Steigung in Richtung Alpsee führt. Am höchsten Punkt machte man mit Blick auf den See und auf Schloss Neuschwanstein Mittagspause, dann wurde die Wanderung auf dem Alpenrosenweg fortgesetzt.

Den Alpenrosenweg ließ Maximilian um 1850 für seine Frau Marie anlegen. Zwar haben sich die damals angepflanzten Alpenrosen nicht gehalten, doch bietet der Weg einen schönen Blick auf den Schwanseepark.

Nach dem kurzweiligen Weg durch die steilen Felsabbrüche über dem Schwansee war es nicht mehr weit zum Höhepunkt des Tages, dem Kalvarienberg.

Der Füssener Kalvarienberg vereinigt in besonderer Weise Religion, Natur und Kunst der Nazarene. Der Kalvarienberg entstand im 19. Jahrhundert. Initiator war der damalige Stadtpfarrer Johann Baptist Graf (1802–1862). Als das Schloss Hohenschwangau renoviert und neu gestaltet wurde, fanden viele Maler Arbeit im Schloss und später bei der Gestaltung der Kapellen. Die Gipfelkapelle wurde so gestaltet, dass von ihr aus die Beleuchtung im Inneren von Schloss Hohenschwangau zu sehen war. Wenige Monate vor seinem Tod bestieg Ludwig II. am Karfreitag 1886 über den Stationsweg den Kalvarienberg.

Die imposante Anlage ist ein gigantischer Aussichtspunkt mit herrlichen Blicken auf Füssen, nach Hohenschwangau und Neuschwanstein sowie zu den Gipfeln der Tannheimer und Ammergauer Berge. Erst nach ausgiebigem Genuss des Panoramas machte man sich auf den Weg hinunter zum Lechfall. Im Imbiss des Walderlebniszentrums Ziegelwies genossen die Wanderer bei Kaffee und Kuchen nochmals die Sonne, dann traten sie nach einem schönen Tag die Heimfahrt an.

Bericht + Bilder: Konne

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