2019 Sen Gottesacker

Über das Gottesackerplateau

Immer wieder lohnend ist die Tour über das Gottesackerplateau am Fuß des Hohen Ifen. Das dachten sich auch die 19 Senioren/innen, die bei besten Wetterprognosen die Fahrt zur Auenhütte am Ende des Schwarzwassertales bei Riezlern antraten. Sie wurden nicht enttäuscht, denn die riesige Karstfläche bot eine spannende Wanderung durch bizarr geformte Felsformationen, schöne Ausblicke auf die Gipfel der Allgäuer Alpen und des Lechquellengebirges sowie eine überraschend vielfältige Pflanzenwelt inmitten einer lebensfeindlichen Felswildnis.

Nach der Fahrt mit der Kabinenbahn begann die Wanderung an der Ifenhütte mit dem steilen Aufstieg hinauf zum „Bergadler“. Urlaubszeit und schönes Wetter hatten noch viele andere Wanderer hierher gelockt, so dass sich eine lange Schlange über den steilen, steinigen Pfad nach oben kämpfte. Zum Glück bogen dann die meisten in Richtung Hoher Ifen ab und der Strom in Richtung Gottesackerplateau wurde deutlich schwächer.
Nach gut einer Stunde wurde die Seilbahnstation auf am „Bergadler“ erreicht, und es öffnete sich der Blick über die weite Fläche des Gottesackerplateaus, auf dem immer noch überraschend viel Schnee lag. So startete die Überquerung mit einem großen Schneefeld, wobei sich eine ganze Reihe von zunächst verunsicherten Wanderern an unsere Gruppe „anhängte“, um den richtigen Weg zu finden.
Vorbei an unzähligen Löchern, Klüften, Spalten, über schmale Felsrippen und immer wieder über Schneefelder führte die Wanderung durch das Karstgebiet. Dabei beeindruckte neben der Formenvielfalt vor allem auch die Alpenflora, die in dieser kargen Landschaft immer wieder ein Fleckchen erobert hatte. So erreichten wir schließlich die verfallene Gottesackeralm, die das Ende des „Unteren Gottesackerplateau“ darstellt. Hier begann der lange, mühsame Abstieg hinunter ins Kürental, der nochmals von allen Wanderern volle Aufmerksamkeit verlangte. Am Weg lag dabei nahe der Schneiderküren Alpe ein Jägerlager aus der Steinzeit, das 1999 entdeckt und ausgegraben wurde.

Nach dem anstrengenden Abstieg bot das Alpenhotel Küren eine willkommene Gelegenheit, sich zu erholen. Erst nachdem Kaffee und Kuchen genossen waren, wurden noch die letzten Meter zur Auenhütte bewältigt und die Heimfahrt angetreten.

Bericht + Bilder: Konne

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