2019 Sen Hohenjustingen

Museum Hütten und Wanderung Hohenjustingen

Im Klosterhof  in Söflingen treffen sich  13 Senioren und begeben sich auf die Fahrt nach Hütten im Schmiechtal. Wir fahren über die Dörfer der Schwäbischen  Alb, von Allewind aus ist bereit der Bussen zu sehen. In Hütten parken wir die Autos am alten Schulhaus in dem sich das Heimatmuseum und Biosphärenzentrum befinden und dort treffen wir noch zwei weitere Senioren.
Um 14. 00 Uhr begrüßt uns ein  junger Mitarbeiter des Biosphärenzentrum. Unsere Gruppe ist seine erste Führung, und er benutzt deshalb noch einige Spickzettel. Wir erfahren, dass sich das alte Schulhaus  im Besitz der Stadt Schelklingen befindet und 2012 als  Heimatmuseum eröffnet wurde. Am Inventar des alten Schulhauses wurden wir an unsere Schulzeit erinnert.
In der anschließenden Führung haben wir einiges über die ältesten figürlichen  archäologischen Eiszeitfunde im Biosphärengebiet erfahren. Auch über die Entwicklung der ausgeklügelten Technik der Albwasserversorgung wurden wir informiert. Die Wichtigkeit des Schmiechener Sees mit seiner einzigartigen Vegetation und biologischem Reichtum wurde ebenfalls angesprochen. Als letztes Thema kamen die Entstehung und der beinahe Niedergang der Eisenbahnlinie mit eigenem Haltepunkt  von damals und heute zur Sprache. Wir hatten noch die Gelegenheit den Wildkräutergarten  mit Bienenhotel, der sich hinter dem Schulhaus befindet, zu besuchen.

Gegen 15.00 Uhr werden wir am Dorfhaus  von Herr Walz begrüßt. Er berichtet, dass das aus dem Ende des 1700. Jahrhundert stammende Lehenshaus der Herrschaft Justingen vom Förderverein für Heimatpflege  und Kultur in ehrenamtlicher Arbeit renoviert wurde. Danach  erzählt Herr Walz über die Renovierung und wie es zum Inventar des Hause kam. Wir konnten dann die Räumlichkeiten auf eigene Faust besichtigen. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Räume, im vorderen Raum wird die heutige Geschichte des Dorfes und der Reichsherrschaft dargestellt. Im nächsten Raum befinden sich Erläuterungen und Bilder zum Bahnbau und der Eisenbahngeschichte des Ortes.  Im ersten Stock hat es noch eine Bauernstube, ein Nähzimmer und eine altertümliche Küche. Unterm Dach finden wir die ehemalige Werkstatt des Bürstenbinders Andreas Rapp aus Sondernach. Rechts neben dem Eingang im ehemaligen Stall  ist die Werkstatt von Schmiedemeister Jakob Herzog aus Hütten untergebracht. Auf der Tenne ist die Wagnerwerkstatt von Thaddäus Stoll aus Ingstetten.

Nach diesen  Besichtigungen führt uns Herr Walz auf einer Wanderung zu weiteren Sehenswürdigkeiten. Wir wandern am Ortsausgang entlang des romantischen schluchtartigen Bärentales zur Bärentalhöhle. Über einige Stufen gewinnen wir an Höhe und folgen weiter dem Tal, wo wir auf eine Schutzhütte mit Grillplatz stoßen. Hier zweigen wir ab und folgen dem Schloßweg bis auf einer Hochfläche die Überreste der Schloßruine Hohenjustingen erreicht sind. Herr Walz berichtet über die Restaurierungsarbeiten und ermöglicht uns die Besichtigung eines ehemaligen Kellergewölbes. Der Abstieg führt über den Schloßfelsen mit herrlicher Sicht über Hütten und das Schmiechtal. Auf dem Weg ins Tal  kommen wir am Friedhof vorbei und an der kleinen Kapelle, die zur Besichtigung einlädt. In Hütten angelangt lassen wir den herrlichen und abwechslungsreichen Tag im Gasthaus Bären ausklingen, bevor wir die Heimfahrt antreten.

Text     Hans-Peter Wieland
Fotos   Brigitte Müller, Hans-Peter Wieland

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