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Sektionstag Missen

Wir haben heuer zum ersten Mal einen „Sektionstag“ in unser Veranstaltungs- und Tourenprogramm aufgenommen. Diesen Tag möchten wir gerne zukünftig zu einem festen Bestandteil unseres Sektionslebens machen. Er soll zunächst mal im turnusmäßigen Wechsel auf einer unserer Hütten im Allgäu stattfinden.

Dieses Jahr machen wir den Auftakt dazu mit unserem Haus „Alte Schule Unterwilhams“ in Missen. Damit wollen wir allen unseren Mitgliedern und Freunden eine Plattform zum Treffen, Begegnen und Kennenlernen bieten.

Umweltfreundlich mit Bahn und Bus in die Berge

Alte Freunde treffen, neue Leute kennenlernen, gemütlich zusammensitzen, Erinnerungen austauschen, neue Pläne schmieden 

Geführte Wanderungen und Radtouren rund um Missen 

Bewirtung vor Ort durch das Hüttenteam Missen 

Sonntag, 16.09.2018
ab 10:00 Uhr in Missen
rund um die „Alte Schule Unterwilhams“

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch

Wie kommt man hin?
– Anfahrt in der Gruppe mit Bahn und Bus

Es ist eine gemeinsame DB Gruppenreise vorgebucht. Wer mitfahren möchte:

7:45 Uhr Treffpunkt Ulm Hauptbahnhof vor dem Infostand der Bahn im Bahnhofsgebäude
Reisebegleiter und Ansprechpartner vor Ort: Martin Rivoir
Kostenbeteiligung ca. 12,00 € , bei geplanter Mitnahme von Fahrrädern bitte einige Tage vorher Bescheid geben und anmelden.

8:17 Uhr Abfahrt Ulm HBf, Hinfahrt Zug RE bis Immenstadt, ab Immenstadt Bus bis Missen Alte Schule, Ankunft in Missen ca. 10:15 Uhr.

Rückfahrt, Abfahrt Bus an Alter Schule 16:35 Uhr. Ankunft Ulm gegen 18:45 Uhr.

– Anfahrt individuell mit PKW
Für alle Gäste und Freunde, die mit dem eigenen PKW anreisen, stehen ausreichend Parkplätze vor der Hütte zur Verfügung.

Was passiert da den ganzen Tag? 

10:30 Uhr: Offizieller Beginn
Gelegenheit zu einem kleinen Frühstück, Butterbrezeln, Kaffee, Getränke.

Danach geführte Aktivitäten rund um Missen: Wandern, Radfahren, Familie,
Dauer ca. 2 bis 3 Stunden.
Anmeldung dazu direkt vor Ort bei den jeweiligen Tourenführern

Ab ca. 14:00 Uhr, nach der Rückkehr von den Ausflügen, geselliges Beisammensein aller Gäste und Besucher mit Bewirtung durch das Hütten-Team Alte Schule. Es gibt kleine Imbisse, Maultaschen, Gulaschsuppe, Wiener und Kaffee mit Kuchen. Getränke aller Art und Bier vom Schäffler-Bräu stillen den Durst. Bei gutem Wetter Bewirtschaftung auch im Freien rund um das Haus.

17.00 Uhr Offizielles Ende des Sektionstages

Wer gibt mir Auskunft, wenn ich mehr wissen will? 

Ulrike Poetsch von der Geschäftsstelle während der üblichen Öffnungszeiten, telefonisch oder Anfrage per mail info@dav-ssvulm1846 und Karl – Heinz Schmid, 2. Vorsitzender, Tel. 0171 3327478 oder per mail kschm@t-online.de

Wichtig: Bei Teilnahme bitten wir um Anmeldung bei der Geschäftsstelle, damit wir besser disponieren können.

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2018 Sen Neidlingen

Die Neidlinger Kugelmühle

Mitten im sehr heißen Sommer 2018 hatten wir einen etwas kühleren Tag für unseren Ausflug zur Neidlinger Kugelmühle erwischt. Neidlingen liegt in einem idyllischen grünen Tal unterhalb der Burgruine Reußenstein. Im Frühjahr ist das Neidlinger Tal wegen seiner mehr als 20.000 blühenden Kirschbäume ein besonderes Erlebnis.

Der Kugelmüller, Herr Metzler, erklärte uns in seiner alten Werkstatt am Seebach, warum früher Kugeln hergestellt wurden (es sollen Glücksbringer gewesen sein, und natürlich als Spielzeug), wie sie hergestellt werden und woher er den Marmor bekommt. Den Albmarmor kauft er aus Steinbrüchen in Drackenstein, Römerstein, Merklingen und Erkenbrechtsweiler.

In der Werkstatt werden aus den Marmorbrocken zuerst Steinkerne herausgebohrt, diese mit Bohr- und Schleifmaschinen zu oktaederähnlichen, rollfähigen Rohlingen verarbeitet und zum Schluss per Wasserkraft im Seebach zu Kugeln und Murmeln gerollt. Von Hand könnte man sie nie in dieser Präzision fertigen. Ihre Farbe erhalten die Kugeln durch die verschiedenen Metalle im Gestein (rosa, braun, schwarz-weiß…). Sie lagen glatt und glänzend poliert wie Handschmeichler in der Hand.
Leider hatte der Bach zu wenig Wasser um die Wassermühle anzutreiben, so dass der Kugelmüller uns diesen letzten Arbeitsvorgang nur theoretisch erklären konnte.

Im Anschluss an den Vortrag konnten wir farbige, große und kleine Kugeln kaufen.

Im „ Gasthaus am Berg „ in Temmenhausen.gab es noch die traditionelle Einkehr.

Text   :  Dorle Schmid
Fotos :  Brigitte Müller, Manfred Strauss, Peter Kolb

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2018 Sen Bibertal

Bibertal-Wanderung 

Eigentlich war es ja ein schöner Tag mit Sonne, für den Nachmittag waren allerdings Gewitter angesagt.

Vom großen Parkplatz am Kloster Roggenburg starteten wir mit 12 Personen zur Wanderung auf dem Biberweg rund um Roggenburg. Der Himmel war noch schön blau, in der Ferne sah man allerdings schon die dunklen Wolken. Beim Sägewerk an der Ölmühle machten wir Mittagsrast, Hier trennte sich die Gruppe, ein paar wollten die kürzere Strecke .laufen.

Zu fünft starteten wir dann zur großen Runde, als es plötzlich stark zu regnen und gewittern anfing. Was tun mitten im Wald  ?   Wir kehrten um und stellten uns im Sägewerk unter. Fast eine halbe Stunde dauerte das Gewitter, und wir entschlossen uns dann, auch die Abkürzung zu laufen. Als wir aus dem Wald kamen, sahen wir den dunklen Himmel und hofften nur, dass wir ohne weiteren Regen bis Roggenburg zurückkommen würden. Aber wir hatten Glück, und es wurde wieder besser. Die anderen erwarteten uns schon im alten Klostergasthof, sie sind trocken durchgekommen.

Später haben wir erfahren, dass es zum Zeitpunkt des Gewitters im Raum München so stark geregnet hat, dass Straßen überschwemmt waren.

Text : Beate Wieland
Fotos : Brigitte Müller, Manfred Strauß

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2018 Sen Grünten

Senioren-Bergtour auf den Grünten

Trotz der Ankündigung eines Hitzetages mit Temperaturen von über 30 °C hatten sich 13 Senioren/-innen zur Fahrt ins Allgäu eingefunden. Umso überraschender war dann der  kräftige Regen und die starke Bewölkung bei der Fahrt nach Kranzegg.
Da ein schweres Unwetter die Zufahrt zum Parkplatz der Alpe Kammeregg schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte, begann unsere Wanderung schon bei der Bernardi Brauerei, aber bei der kühlen Witterung (18 °C) war das schon eher ein Genuss. Ab der Alpe wurde der Weg zusehends an steiler, und so gewannen wir rasch an Höhe, wobei die zunehmende Schwüle für viel Schweiß sorgte. Schon nach einer Stunde war der Sattel unterhalb des Gipfels erreicht und nach einer kurzen Rast an der ehemaligen Bergstation der Grüntenlifte wurde der letzte steile Hang in Angriff genommen. Noch ein paar Felsstufen, einige Drahtseile und eine Eisentreppe, dann war der höchste Punkt auf dem „Wächter des Allgäus“ erreicht.
Auf dem Gipfel erwartete uns eine unangenehme Überraschung: Das Jägerdenkmal war wegen Renovierungsarbeiten in ein riesiges Baugerüst gepackt und ein Arbeiter betätigte bei lauter Radiomusik immer wieder einen Bohrhammer. Trotzdem blieb als Lohn für den Aufstieg die grandiose Aussicht auf Voralpenland, Säntis und Allgäuer Alpen, welche die Nebengeräusche vergessen ließ.
Nach ausgiebiger Rast machten wir uns wieder an den Abstieg. Zunächst ging es auf gleichem Weg abwärts, dann wanderten wir vorbei an der Grüntenhütte (Ruhetag!) entlang des Skilifts abwärts bis zur Jörgalpe. Hier folgten wir der Beschilderung „Lustiger Wanderweg/Kammeregg-Alpe“, wobei wir die Witze an der Strecke nicht allzu lustig fanden. Auf einem romantischen Weg zwischen Wiesen und durch Waldabschnitte kehrten wir zurück zur Alpe Kammeregg, wo wir ein schattiges Plätzchen fanden, um mit Blick auf den Grünten Kaffee, Kuchen und einge kühle Getränke zu genießen.

Bericht + Bilder: Konne

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2018 HT Wallis


Hochtouren im Wallis Wallis 02.08. – 05.08.2018

Froh, der Ulmer Sommerhitze zu entfliehen, trafen wir uns früh morgens um 04:30 Uhr in Vöhringen zur Abfahrt in Richtung Wallis. An das frühe Aufstehen sollten wir uns die nächsten Tage noch gewöhnen. Die Fahrt führte uns über Bregenz, Chur, den Oberalp- und Furkapass ins Saastal. Nach ca. 7 Stunden Fahrt und einigen kurzen Pausen erreichten wir Saas Grund (1559 m), unseren Startpunkt zur Almageller Hütte. Um kurz nach 12 Uhr starteten wir auch hier bei sehr warmen Temperaturen anfangs durch Wald und erreichten nach ca. 1 Stunde das Hochtal der Almageller Alp (2194 m). An der Almageller Alp machten wir kurz Rast, die Versuchung war groß, hier ein erfrischendes Bad im Bach zu nehmen. Da jedoch einige Wolken aufzogen, machten wir uns zügig auf den Weiterweg zur 2894 m hoch gelegenen Almageller Hütte. Diese erreichten wir um ca. 17:00 Uhr. Bei Getränken und angenehmen Temperaturen genossen wir die herrliche Aussicht von der Hüttenterrasse auf die umliegenden Walliser 4000er im Saastal mit Dom, Täschhorn, Strahlhorn und Alphubel, um nur einige zu nennen. Das Abendessen stärkte uns für den nächsten Tag, an dem wir das Weissmies (Das Weissmies hat seinen Namen von der Dialektform „Mies“, was so viel bedeutet wie „Moos“. Weissmies heißt also „weisses Moos“.) besteigen wollten.

Nach einer relativ kurzen und eher unruhigen Nacht, mit wahrscheinlich einigen gefällten Bäumen (die Frauen waren es eindeutig nicht) durften wir am Freitag um 04:00 Uhr das eher einfache Frühstück der Schweizer Hütten genießen. Nachdem die Rucksäcke wieder gepackt und alle abmarschbereit waren, führte uns der Weg zunächst zum Zwischenbergpass (3268 m). Diesen erreichten wir kurz nach Sonnenaufgang und konnten nun unsere Stirnlampen ausknipsen. Hier hatten wir den bevorstehenden Aufstieg über den Weissmies-Südgrat im Blick. Nach einer kurzen Passage auf dem Gletscher kamen wir zum felsigen Südwest-Grat, der gut und teilweise luftig zu klettern war. Den krönenden Abschluss des abwechslungsreichen Aufstiegs bildete ein schöner Firngrat die letzten paar Meter zum Gipfel des 4017 m hohen Weissmies. Das Gipfelglück konnten wir bereits um 10:30 Uhr als einzige Gruppe auf dem breiten Schneeplateau genießen. Nach einiger Verweilzeit und Beweisbildern machten wir uns anschließend auf den Abstieg über die Normalroute mit dem Ziel der Weissmieshütten. Zunächst ging es steil über die Gipfelflanke und den Westgrat zum Gletscherabbruch. Diesen überquerten wir in guten Trittspuren und hatten immer wieder beeindruckende Seracs neben uns. Höchste Konzentration war in dem steilen Gelände erforderlich, die Passage meisterten wir souverän, waren aber auch froh, als wir unten waren. Erst im Rückblick auf den Gletscherbruch wurde uns die Steilheit bewusst und wunderten uns, dass dieser überhaupt zu durchqueren ist. Nachdem es auf dem flacheren Gletscher noch einige Spalten zu überspringen galt, erreichten wir das Bergrestaurant der Hohsaas Bergbahnen und genossen bei erfrischenden Getränken den beeindruckenden Ausblick auf den zuvor absolvierten Normalweg des Weissmies. – Tschagga, wir hatten es geschafft. – Stolz und zufrieden machten wir uns auf den letzten Teil der Etappe zu den Weissmies Hütten (2726 m), unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Von einem kurzen Regenschauer überrascht, erreichten wir um ca. 15:30 Uhr die Hütten und bezogen rasch unser Lager, um vor dem Abendessen noch ein kurzes Erholungsschläfchen einzurichten. Das Abendessen war mit Suppe, Hauptgericht und Nachtisch sehr lecker und wir konnten die Energiespeicher auffüllen.

Kam uns am Freitag schon das Frühstück um 04:00 Uhr früh vor, sollten wir am Samstag noch früher aufstehen. Um 3:30 Uhr gab es bereits Frühstück und wir machten uns als letzte große Gruppe auf den Weg zum heutigen Ziel, dem Lagginhorn. Wieder im Schein der Stirnlampen war die Routenfindung nicht ganz so leicht und wir mussten einige Male den Bach queren, bis wir zum Sonnenaufgang den Gletscherrest des Lagginhorngletschers erreichten. Steigeisen und Klettergurt angelegt und angeseilt ging es ein kurzes Stück hinauf zum Südwest-Grat des Lagginhorns. Hier konnten wir die Wanderstöcke deponieren, fortan ging es wieder in leichter Kletterei immer den Grat entlang, Stück für Stück dem Gipfel entgegen. Diesen hatten wir immer im Blick und somit das Ziel vor Augen. Das 4010 m hohe Lagginhorn erreichten wir nach guten 5 Stunden um 10:20 Uhr. Zurück ging es über den gleichen Weg, das Abklettern kam uns länger vor als am Hinweg und wir waren froh, wieder ans Schneefeld zu kommen. Dieses konnten wir zügig runterrutschen, so dass wir um 13:00 Uhr pünktlich zum Mittagessen die Hütte erreichten. – Tschagga, wir hatten es wieder mal geschafft. – Gestärkt und gewaschen, verkrochen wir uns nochmal ins Lager oder konnten uns den Wind auf der Hüttenterrasse mit Blick auf die gegenüberliegende Bergkette um die Ohren blasen lassen. Auch die jungen Wilden (Jannik und Konstantin) erreichten nach erfolgreicher Besteigung des Fletsch- und Lagginhorns gegen Spätnachmittag wieder die Hütte. Nachdem wir nun beide Tourenziele erfolgreich gemeistert hatten, konnten wir uns abends ein Bier mehr genehmigen, da wir am nächsten Tag quasi ausschlafen konnten und ein nicht mehr allzu strammes Programm vor uns hatten.

Der Wecker klingelte am Sonntag erst um 07:00 Uhr, herrlich. Alle hatten sich gut erholt, und so konnten wir uns auf den Rückweg ins Tal über den Almageller Höhenweg machen. Fast Schritt für Schritt konnten wir die steigenden Temperaturen bemerken. Hatten wir in der Höhe angenehme Temperaturen, die teilweise auch Jacken erforderten, waren es unten im Tal über 25 °C. Der Almageller Höhenweg führte uns über die Bergstation Kreuzboden und eine Alpenblumenpromenade zurück zur Almageller Alp. Nach einer kurzen Zwischenrast machten wir uns zügig auf den bekannten Weg ins Tal und erreichten unsere geparkten Autos um 12:30 Uhr. Nach 2 Zwischenstopps inklusive der Furka Verladung erreichten wir um 20:00 Uhr Ulm und waren zurück in der Sommerhitze. – Tschagga, wir hatten es geschafft! –

Die lange Fahrt ins Wallis lohnte sich auf jeden Fall, wir hatten 4 tolle Tage mit bestem Bergwetter, insbesondere Michael einen herzlichen Dank für die hervorragende Organisation sowie souveräne Führung und an die ganze Gruppe für die gute Stimmung.

Bericht: Lisa Riegel
Bilder: Lisa Riegel, Michael Scharpf

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2018 BT Lechtal

Hüttentour in den Lechtaler Alpen

Am Morgen des 29.07.2018 startet unsere kleine Wandergruppe unter der Führung von Siggi Wehrle in Kaisers und wandert durch das Almajurtal zur Bodenalm, wo wir unsere erste Rast einlegen. Der Weg führt uns dann durch Wald und Wiesen hinauf zur Leutkircher Hütte (2252 m), von wo wir den Blick auf den Hohen Riffler auf der anderen Talseite bewundern. Nach einer kleinen Getränkepause steigen wir hinauf auf den Gipfel des Stanskogels (2757 m) und genießen bei schönstem Bergwetter die Aussicht in die Lechtaler Alpen, zu Watzespitze, Wildspitze und Ortler.
Den Abend auf der gemütlichen Leutkircher Hütte verbringen wir mit Essen, Trinken und ein paar Spielen.

Am Montagmorgen, 30.07.2018, geht ein Teil der Wandergruppe über den zunächst nahezu eben verlaufenden Weg entlang der Südseite des Stanskogels hinüber zum Kaiserjoch-Haus, während der andere Teil den Weg über den Hirschpleiskopf wählt. Vor Erreichen des Kaiserjoch-Hauses besteigen wir noch kurz den am Wegesrand liegenden Schindlekopf.
Vom Kaiserjoch-Haus ist der Weg zur Frederich-Simms-Hütte mit 5 Stunden angegeben. Mit stellenweise leichter Kraxelei führt er auf der Südseite von Grießkopf und Kreuzkopf zur Kridlonscharte. Dort überrascht uns der Blick auf den herrlich gelegenen Hintersee. Der Weiterweg führt uns lange mit herrlichen Blicken auf die Fallesinspitze auf etwa gleicher Höhe hinüber zum Stierlahnzug. Der Abstieg durch das Klämmle ist steil und drahtseilgesichert, aber alle Teilnehmer meistern diese Stelle ohne Probleme. Und es geht wieder bergauf, diesmal zum Kälberlahnzugjoch. Von dort steigen wir bei großer Hitze einen ziemlich unangenehmen Hang hinab zur Frederich-Simms-Hütte (2002 m). Dort werden wir freudig von Uwes Tochter und vom Hüttenwirt Charly Wehrle begrüßt. Mit Bier und Wein verbringen wir einen weiteren geselligen Hüttenabend, zeitweise begleitet von Charly und seinem Waschbrett.

Der Dienstagmorgen begrüßt uns wieder mit Sonne und herrlichen Bergwetter. Da der Weg über das Falmedon-Joch wegen eines Murenabgangs nicht begehbar ist, steigen wir den Hang zum Kälberlahnzugjoch wieder hinauf, diesmal im morgendlichen Schatten, was die Sache sehr erleichtert. Weiter über das Stierlahnzugjoch ist das Ziel nun die Feuerspitze. Vom Joch geht es zunächst weglos steil nach oben, bevor sich das Gelände etwas zurücklegt und wir auf den regulären Weg treffen. Wir treffen auch auf drei Steinböcke, die dort oben gerade ihre Runde drehen. Nun ist es nicht mehr weit zum Gipfel der Feuerspitze (2851 m), wo wir eine ausgiebige Rast einlegen.
Nach dem Abstieg zum Stierlahnzugjoch geht es über den Notabstiegsweg hinunter auf den gestern begangenen Weg zur Frederich-Simms-Hütte, gehen diesen einige Meter zurück und steigen dann zunächst steil und dann auf einem Wirtschaftsweg hinunter zur Kaiseralpe. Nach einer letzten Rast ist es nun nicht mehr weit zum Parkplatz bei Kaisers.
Damit gehen drei schöne Wandertage bei herrlichem Bergwetter zu Ende.

Bericht + Bilder: Thomas Fesseler

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2018 Sen Härtsfeld

Wanderung auf der Ostalb

Beste Wetterprognosen und die Aussicht auf eine schöne Wanderung in einer weitgehend unbekannten Ecke der Schwäbischen Alb mit einem kompetenten Wanderführer ließen die Anmeldungen in die Höhe steigen. So machten sich schließlich bei wolkenlosem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen 24 Wanderfreunde (+ 1 Hund) vom Parkplatz beim Kloster Neresheim auf den Weg.
Schon nach einem kurzen Stück entlang der Klosteranlage erreichte die Gruppe den schattigen Wald. Auf angenehmem Pfad folgte man den Markierungen des Albschäferwegs und kam so hinab in das Tiefental im Klosterwald von Neresheim. Nach kurzem Aufstieg bot sich dann ein schöner Blick über das Härtsfeld und die Gemeinden Iggenhausen und Frickingen. In der Ferne sah man auch schon das erste Ziel des Tages,  Burg Katzenstein.

Entstanden noch vor dem ersten Kreuzzug. Ritter und Retter, Herrscher und Beherrschte trafen sich auf dem Felssporn hoch über dem Härtsfeld. Hier wurden Zölle und Zehnt eingetrieben, Beschuss und Belagerungen überstanden, Geschichte und Geschichten gelebt. Auf Burg Katzenstein wurde geherrscht, gewohnt und geglaubt. Eine lange Geschichte voller Glück und Gefahren hat die heutige Burg geprägt. Wie um einen alten Baum hat sich Ring um Ring um den Kern aus ferner Zeit gelegt.

Am Eingang der Burg wurde es Zeit für eine ausgiebige Trinkpause, denn die Sonne brannte inzwischen mit voller Kraft vom Himmel. So waren alle dankbar, dass man kurz darauf wieder ein Waldstück erreichte, durch das man hinunter zum Härtsfeldsee wandern konnte. Hier bot sich im Schatten zwischen Kiosk und Spielplatz der ideale Platz für die Mittagspause.
Mit dem Weg enlang der Ega begann der Rückweg in Richtung Neresheim. Hier gaben die Gleise der Härtsfeldbahn die Richtung vor.

Die Härtsfeldbahn – im Volksmund Schättere genannt – war eine meterspurige Schmalspurbahn über Härtsfeld mit Weiterführung nach Bayern. Ausgangspunkt der Nebenbahn war Aalen; über Neresheim erreichte sie nach 55 Kilometern Dillingen an der Donau. Der Personenverkehr endete am 30. September 1972, der Güterverkehr zwei Monate später. Die Gleisanlagen wurden danach demontiert. Ein knapp drei Kilometer langer Abschnitt wurde von einem Verein wieder aufgebaut und 2001 als Museumsbahn eröffnet.(Wikipedia)

Immer im Tal der Ega erreichten die Wanderer vorbei an den ehemaligen Steinbrüchen nach 2 Std. Neresheim. Jetzt galt es nur noch, den steilen Weg hinauf zum Kloster zu bewältigen, dann konnte man nach dem Besuch der Klosterkirche in der Gaststätte des Klosters den gewaltigen Durst löschen und sich bei Kaffee und Kuchen über die schöne Rundwanderung freuen.

Bericht + Bilder: Konne

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2018 Sen Schwarzwassertal

Zweitägige Rundtour über dem Schwarzwassertal

Wieder einmal sollten die Optimisten Recht behalten: Pünktlich zur geplanten Tour der Laupheimer Senioren ins Kleinwalsertal besserten sich die Wetterprognosen und auf der Wettertafel verschwanden die schwarzen Wolken mit den Blitzen. So konnten am frühem Montag Morgen die acht Bergsteiger/innen (mehr oder weniger) beruhigt die Fahrt ins Allgäu antreten und an der Auenhütte die PKws abstellen.

Montag, 16.07.

Morgens um 9 Uhr sind die Touristen noch beim Frühstück, und so herrschte um die Auenhütte noch Ruhe. Schnell hatten wir uns startklar gemacht, schulterten die Rucksäcke und machten uns auf den Weg.
Zuerst ging es ein Stück auf der Straße zurück, dann begann der Wanderweg in Richtung Walmendingerhorn-Alpe. Zunächst führte er mit wenig Höhengewinn durch den Wald, dann wurde er deutlich steiler und schlängelte sich zwischen Felsblöcken hinauf ins Hochtal mit der romantisch gelegenen Hütte.
Nach kurzer Pause nahmen wir die zweite Hälfte des Aufstiegs in Angriff und standen eine Stunde später im Gewimmel der Seilbahntouristen auf dem Walmendinger Horn. Noch ein kurzes Stück hinauf zum Gipfelkreuz, dann konnten wir zwischen vielen anderen die Rundumsicht auf Ifen, Allgäuer Alpen und Lechquellengebirge genießen. Tief unter uns das heutige Tagesziel, die Schwarzwasserhütte.
Schon nach kurzer Zeit entflohen wir der Menschenmenge rund um die Seilbahnstation. Auf ruppigem Fahrweg marschierten wir abwärts zur Lüchlealpe, dann wanderten wir in leichtem Auf und Ab hoch über dem Talschluss zur Stierhofalpe. Ein kräftiger Anstieg brachte uns schließlich hinauf zur Ochsenhofer Scharte, wo es Zeit für die nächste Rast wurde.
Nur 200 Hm über der Scharte steht als grandioser Aussichtsberg das Grünhorn. Ohne Rucksäcke hatten wir den Gipfel schnell erreicht, wo uns ein einmaliges Panorama erwartete. Unter uns tief eingeschnittene grüne Täler und rund herum unzählige Gipfel – einfach der pure Genuss.
Die Aussicht auf die Annehmlichkeiten der Hütte ließ uns schließlich wieder den Rückweg über die steilen Schotterhänge zur Scharte antreten, dann war es nur noch eine halbe Stunde hinab zur Schwarzwasserhütte.

Dienstag, 17.07.

Nach einer sternenklaren Nacht und einem reichhaltigen Frühstück starteten wir zum heutigen Tagesziel: dem Hohen Ifen. Offensichtlich fehlten auch hier die Niederschläge, denn die sumpfigen Wiesen waren trocken und die vielen Bachgräben meist ohne Wasser. Allerdings hatte sich über dem Gipfel eine dicke schwarze Wolke eingenistet, und so ging unterwegs manch banger Blick zum Himmel.
An der Ifersguntalpe beginnt der Eugen-Köhler-Weg. Er führt zunächst hinauf zu den großen Geröllfeldern an der Südflanke des Ifen, quert dann nach Osten und leitet über Felsrippen zwischen den senkrechten Abbrücken hinauf zum grasigen Gipfeldach. Allerdings war uns nicht klar, für wen die etwa in Höhe der Waden angebrachten Seilversicherungen gedacht sind. Die Spekulationen reichten von Zwergen bis zu nicht schwindelfreien Murmeltieren. Inzwischen hatte die Sonne die Wolken aufgelöst, und so konnten wir im oberen Teil des Aufstiegs manchen Schweißtropfen vergießen.
Am Gipfel erwarteten uns viele andere Bergsteiger, freche Bergdohlen und dazu eine prächtige Aussicht. Vor allem der Blick auf das Gottesackerplateau beeindruckte, so dass der dringende Wunsch geäußert wurde, diese Tour im nächsten Jahr ins Programm aufzunehmen. Natürlich mussten wir uns genügend Zeit lassen, um die Eindrücke zu genießen und außerdem war der Rucksack für den Abstieg noch viel zu schwer ;-))

Nach der ausgiebigen Gipfelrast begann der lange Weg hinunter zu Auenhütte, Zunächst über die Grashänge des Gipfelplateaus, dann auf dem versicherten Steig in der NO-Wand und schließlich durch große Geröllfelder ging es abwärts zur Ifenhütte. Dann war es nicht mehr weit zur Auenhütte, wo wir auf der Terrasse der aufwändig gestylten „Alpinlodge“ bei kühlen Getränken, Kaffee und Apfelstrudel das Ende dieser genussvollen Bergtour zelebrierten.

Bericht + Bilder: Konne

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2018 Sen Gunzesried

Tourenbericht Gunzesried – Birkach, Senioren Ulm

Schon viele Jahre kommen unsere Sektionsmitglieder ins Gunzesrieder Tal. So war früher die Hörner-Tour im Winter der Klassiker. Seit wir Hütten im Tal haben kommen unsere Mitglieder gerne auch im Sommer.
So richtig los ging es 1947, nachdem das Dachgeschoß von Ludwig Becks Bauernhaus angemietet und ausgebaut werden konnte. Das Bergheim Beck war ein gern besuchter Stützpunkt. Ab Oktober 1956 begann der Ausbau der Birkach auf 1340 m Höhe mit toller Aussicht auf die Nagelfluhkette, Grünten, Hörner usw. Nachfolger vom Bergheim Beck war die Alpe Reute von Hans Haslach, auf der wir uns bis 1990 wohlfühlen durften.

So war es an der Zeit das Gunzesrieder Tal wieder einmal aufzusuchen. 19 Teilnehmer der Seniorengruppe besuchten zuerst die 1892 gegründete Sennerei Gunzesried. Heute sind die Lieferanten 12 Bauern, die im Schnitt 16 Kühe haben und jährlich ca. 1,2 Mio.kg Heumilch produzieren. Ein gut gemachter, lehrreicher Film schilderte uns die ganze Geschichte. Eine Käseprobe, von Peter Haslach und seinen Mädels gut vorbereitet, rundete den Besuch ab.
So fiel die Wahl der Lieblingssorten an der Käsetheke leicht. Die einen nahmen Bergkäse und Emmentaler, andere bevorzugten den halbfesten Schnittkäse, wie Autaler oder Backsteiner.

Gut versorgt machten wir uns auf zur Birkach, wo wir das Vesper vor der Hütte in der warmen Sonne genossen. Durch den Märchenwald, vorbei an schönsten Blumenwiesen ging es dann Richtung Blaicher Horn. Auf dem Weg fuhren mehrere „Monster-Maschinen“. Die Telekom ließ Leerrohre für schnelles Internet nach Balderschwang verlegen!!!
Zurück auf der Hütte verwöhnten uns die fleißigen „Heinzelfrauen“ mit Kaffee und gleich dreierlei Kuchen. Da gab es viel Gesprächsstoff um die Birkach. Eine Teilnehmerin war vor 60 Jahren das erste Mal auf der Hütte. Zwei 79er aus der Gruppe erzählten von ihrem ersten Besuch mit Hindernissen, da die genaue Lage bei Schneetreiben und Abenddämmerung nicht auszumachen war. Glücklich angekommen ging‘s damals bei Petroleumlampenschein ans Schneeschmelzen für einen Kessel Teewasser. Am nächsten Morgen lag auf den olivfarbenen „Amischlafsäcken“ Treibschnee, so war anfangs das Jägerstüble!

Ein schöner Tag ging nur zu schnell vorbei. Ausklang war, wie schon am 10. Januar nach dem Bienenmuseum, im Schloßbräu Illertissen.

Text Peter Kolb
Bilder Brigitte Müller, Peter Kolb

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2018 Fam Frankenjura

Familienklettern im Frankenjura 31.05 – 03.06.2018

Am langen Fronleichnam-Wochenende war es Zeit für das erste Familien-Sportklettern der neueren Sektionsgeschichte. Drei Familien wagten sich bei bestem Wetter in die Fränkische Schweiz zum Klettern, Streunen und Vergnügen.

Untergebracht in einer geräumigen Ferienwohnung mit Blick auf die Walberla erkundeten wir familientaugliche Klettergebiete rund um Betzenstein und das Trubachtal. Auch wenn wir es selbst kaum glauben konnten, wir wurden immer fündig. Ob direkt neben dem Parkplatz an der Leupoldsteiner Wand, ob alpin mitten im Wald an der Stierberger Gemsenwand, ob in prominenter Nachbarschaft der Klagemauer oder im Amphitheater des Graischenstein. Immer kamen Kinder und Eltern auf ihre Kosten. Während die Kleinen auf der Decke spielten, in der Hängematte schaukelten oder Wald und Wiesen erkundeten, erkletterten die Großen im Wechsel die Routen der Umgebung. Ab und zu wagte sich auch ein Mutiger von den kleinen Abenteurern an die Wand – erste Schritte. Am heißen Samstag sprangen sogar ein paar Waghalsige in die eiskalte Trubach.

Auch kulinarisch waren es bunte Tage: polnische Piroggen, fränkische Schäufele und die Nudeln mit Tomatensoße, die niemals fehlen dürfen, sorgten für satte und zufriedene Erstbegeher.

Am Sonntagnachmittag fuhren alle ohne Zwischenfälle nach Hause und freuten sich über schöne und entspannte Tage im Familienkletterparadies Franken.

Text: Michael Brugger
Bildauswahl: Tobias Bailer, Michael Brugger

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