Archiv des Autors: Leitte

2018 Sen Ellhofer Tobel

Rundwanderung durch den Ellhofer Tobel

Der Ellhofer Tobelbach hat sich zwischen Simmerberg und Röthenbach in Jahrmillionen ein tiefes, schroffes Tal gegraben, durch das eine abwechslungsreiche Wanderung führt. Was ihn so sehenswert macht, sind die sehr unterschiedlichen Wegabschnitte. Von fast ebenen Teilen mit Wiesen und Mooren wechselt der Pfad oft unvermittelt zu steilen Hängen mit beinahe alpinen Verhältnissen.
Start für die elf Senioren/innen der OG Laupheim war die Käserei in Rutzhofen. Zunächst durch frisch gedüngte Wiesen, anschließend durch schattigen Wald führte die erste Etappe der Wanderung nach Heimhofen, von wo der Weg steil abwärts ins Tal des Tobelbaches leitete. Ein mächtiges Hochwasserwehr zeugt hier davon, dass der jetzt sanft plätschernde Bach gelegentlich reißende Wassermassen bringen kann.
Durch Wiesen und Wald ging es in sanftem Auf und Ab durch das Tal in Richtung Ellhofen, wo ein schmaler Pfad vorbei an großen Sandsteinabbrüchen steil hinunter zum ehemaligen Freibad von Ellhofen führte.

Im 15. Jahrhundert wird der Sandsteinabbau in Ellhofen in zwei Ulmer Urkunden erwähnt, denn für den Bau des dortigen Münsters wurden Sandsteinquader aus Ellhofen verwendet. Für gotische Maßwerke und Rippengewölbe, für Turmtreppen und Bodenbeläge im Inneren der Kirche war dieser Sandstein bestens geeignet.

Vorbei an den Überresten des 1943 durch ein Hochwasser zerstörten Freibades wanderte die Gruppe auf teilweise zugewachsenenem Pfad hinauf zur Gedenktafel der Turmburg Alt-Ellhofen, dann wurde die Tobelmühle erreicht. Hier fand sich ein schöner, schattiger Platz für die Mittagspause.
Der Weiterweg folgte immer dem Tobelbach, passierte die ehemalige Hammermühle und überquerte unweit von Simmerberg bei der Lerchenmühle die Landstraße. Kurz darauf erreichte man ein Hochmoor mit vielen blühenden Knabenkräutern und wanderte danach durch blühende Wiesen zurück nach Rutzhofen.
Für die obligatorische Schlusseinkehr wurde in der Bäckerei Zwiesler in Stiefenhofen ein Zwischenstopp eingelegt, dann fuhr man zufrieden mit dem schönen Tag zurück nach Laupheim.

Bericht: Konne
Bilder: Konne. Wolfgang Mock

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2018 Sen Ochsenhausen

Wanderung Senioren Ulm von Ochsenhausen ins Krumbachtal

Nach der Hitze und den Unwettern der letzten Tage ist der heutige Sonntag ideal für eine Wanderung. Vom Parkplatz unterhalb vom Kloster Ochsenhausen starten wir in einer Gruppe von 10 Personen zu unserer Tour. Zuerst geht es ein Stück parallel zur Straße bis hinauf nach  Hattenburg. Dann beginnt der abwechslungsreiche Weg durch Waldstücke mit kleinen Seen und entlang von Feldern.
Auf der Hochebene stehen zwei Bildstöcke, einer sogar mit Bank. Diese lädt geradezu ein hier die Mittagspause zu machen. Bei klarer Sicht hätte man von hier eine schöne Aussicht in die Alpen, in diesen Genuss kommen wir heute leider nicht.
Weiter geht es dann wieder in den Wald hinein, mitten in den weitläufigen Feldern, die dann folgen, steht ein einsamer Bauernhof. Dann geht es sachte bergab, hinunter ins Tal der Bellamonter Rottum und auf der anderen Seite kaum merklich wieder hinauf Richtung Ochsenhausen.
Plötzlich kommen aus dem Hang rechts des Weges  mehrere Quellen, es ist der Ursprung des Krummbaches. Dieser diente im Mittelalter den Benediktinermönchen vom Kloster Ochsenhausen als Wasserversorgung und zum Antrieb diverser Mühlen.Heute ist der Bach gefasst und dient als Naherholungsgebiet.
Wenig später taucht das Kloster Ochsenhausen vor uns auf, und wir besichtigen noch die mächtige Kirche. Mönche gibt es hier seit 1803 nicht mehr. Die Kirche ist sehr sehenswert, die großen Namen barocken Kunstschaffens wie Dominikus Zimmermann, Johann Georg Bergmüller, Franz Joseph Spiegler und Ägid Verhelst sind hier in außergewöhnlicher Dichte vertreten. Es hieß, der Barock sei Musik gewordene Architektur. Hier in Ochsenhausen trifft dies in besonderem Maße zu. Nicht zuletzt ist die Kirche mit einer Orgel des berühmten Joseph Gabler ausgestattet.

Zum Abschluß des Tages sind wir dann im Ort im historischen Gasthof  Adler eingekehrt.

Text: Beate Wieland
Bilder:Brigitte Müller, Beate Wieland

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2018 KT Bergseehütte

Alpinklettern im Gebiet der Bergseehütte, Urner Alpen

Eigentlich sollte es ja in den Wilden Kaiser gehen. Eigentlich… Nur die Wetterprognosen für das Wochenende waren durchwachsen, die Gewitterneigung sehr hoch und wer will schon von einem Gewitter in der Wand überrascht werden? Unsere Tourenführer Tobias Bailer und Michael Scharpf machten sich die Entscheidung nicht leicht – zumal die drei Teilnehmer Birgit, Manne und Big noch nie im Kaiser klettern waren und sich gerade deshalb für die Ausfahrt angemeldet hatten. Aber die beiden fanden eine tolle Alternative mit besserer Wettervorhersage, die den anderen auch noch ganz unbekannt war: Göschenertal im Schweizer Kanton Uri.

So fahren wir also am Freitag Nachmittag los in die Zentralschweiz nach Göschenen und hoch zum Göscheneralpsee (1792 m), ein beliebtes Ausflugsziel mit kostenpflichtigem Parkplatz und Restaurant. Von dort steigen wir in ca. 1 1/4 Stunden auf zur Bergseehütte (2370 m). Der für den späten Nachmittag vorhergesagte Regen wartete bis wir auf der Hütte ankamen und fiel erst während des Abendessens ergiebig auf unsere noch draußen stehenden Schuhe herab…

Der kurze Zustieg und Kletterrouten en masse im Umkreis von 30 Minuten von der Hütte lockt viele mehr oder weniger ambitionierte Kletterer auf diese Hütte. Vom Klettergarten bis hin zu fantastischen alpinen Routen ist hier alles zu haben. Hüttenwart Toni Fullin hat die meisten der 155 Routen eingerichtet und ist mit knapp 70 immer noch top fit. Nach wie vor hat er anspruchsvolle Projekte am Laufen und steht gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Mit der Befürchtung, dass am Samstag Nachmittag doch noch ein Gewitter kommen könnte, brechen wir schon gegen 7:30 Uhr auf zum Südgrat des Bergseeschijen. Der große Klassiker, den bereits vor langer Zeit Walter Pause in seine Alpin-Sammlung „Im schweren Fels“ mit aufgenommen hat! Schon beim Aufstieg zur Hütte haben wir darüber gestaunt, wie viel Schnee dort oben noch liegt. Die Temperaturen sind aber so hoch, dass der Schnee auch morgens schon weich ist und die vorsorglich mitgenommenen Steigeisen nicht gebraucht werden, um zum Einstieg (2500 m) zu gelangen. In zwei Seilschaften durchsteigen wir die 10 Seillängen (3a – 4c) recht flott und erreichen nach ungefähr 3 Stunden Kletterzeit den Gipfel des Bergseeschijen (2816 m). In tollem festen Granit geht es über Platten in der Südwand auf den Grat und zum Gipfel. Nach einer kleinen Rast am Gipfelkreuz steigen wir ab über Schneefelder und einen kleinen Klettersteig und kommen am Fuße der Ostwand an. Es ist erst ein Uhr und das Wetter hält sich, also machen wir uns auf zu neuen Taten.
Die Gruppe teilt sich: Birgit und Michael klettern am Vorbau des Bergseeschijen noch die „Blaue Linie“ (4c, 3 SL) und „Roter Faden“ (5a, 2 SL). Von der Route „Blaue Linie“ sind sie ganz begeistert. Tobias, Manne und Big wollen sich an der Ostwand des Hochschijen austoben. Die Route „Super Bergsee“ ist das Ziel. Bereits die erste Seillänge erweist sich als ziemlich schwer – laut Topo sollte es eine 5c sein (???), die zweite Seillänge 6a. Tobias meistert die erste Seillänge im Vorstieg und die Nachsteiger schaffen es auch irgendwie zum ersten Stand. Doch wie geht es weiter? Tobias gibt alles, aber die zweite Seillänge erweist sich als Hammer und die Nachsteiger hätten wohl das Nachsehen gehabt! So beschließen wir am zweiten Haken den „geordneten Rückzug“ und wollen uns noch eine leichtere Route suchen. Dabei stellen wir fest, dass wir in eine Route eingestiegen sind, die es auf dem Topo noch gar nicht gibt – die „Super Bergsee“ wäre weiter rechts gewesen. Wir entscheiden uns dann für die etwas leichtere „Herbstluft“ (6a), eine wunderbare Kletterei, die uns nochmals ein paar Muckies abverlangt.
Angenehm ausgepowert und müde treffen wir uns nach einem genialen Tag wieder auf der Hütte zum guten Abendessen und Fachsimpeln mit Toni, der uns dann auch verrät, dass die Route, in die wir fälschlicherweise eingestiegen sind, sein neues Projekt ist: 6b+!

Am Sonntag starten wir bei strahlend blauem Himmel eine halbe Stunde früher zum Südgrat (4c) des Hochschijen.(2634 m). Die ersten beiden Seillängen gestalten sich schwerer als gedacht, da der Fels noch etwas feucht und bröselig ist. Danach in der Sonne genießen wir abwechslungsreiche, wunderschöne Seillängen: Platten, Risse, kurze Aufschwünge, Kraxelei auf dem Grat mit kurzen Abkletterstellen. Nach 4 Seillängen kommt eine Abseilstelle, danach geht es auf der anderen Seite steil hoch in rotem (!) etwas speckigem Fels. Danach immer wieder auf und ab auf dem Grat und zum Schluss nochmals eine geniale Seillänge (Platte mit Rissen). Wir sind wieder flott unterwegs und erreichen nach ca. 3 Stunden den Gipfel. Tolle alpine Kletterroute, absolut empfehlenswert! Vom Gipfel seilen wir ab und laufen zurück zur Hütte, packen unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Abstieg zum Auto.

Mit der Bergseehütte war das Tourenziel bestens gewählt, wir sind nicht einmal in den Regen gekommen und hatten traumhaft schöne Klettererlebnisse. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön an Tobias und Michael für die perfekte Planung und Führung!

Text: Birgit Matheis
Bilder: Tobias Bailer

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2018 Fam Bad Urach

Familienwanderung bei Bad Urach

Vier Familien (sechs Kinder und acht Erwachsene) aus Laupheim machten sich am Sonntag auf den Weg zu einer Familienwanderung auf der Alb. Ziel war der Wasserfallsteig bei Bad Urach.
Um dem großen Sonntagsansturm auf diesen sehr beliebten Weg, sowie möglichen Gewittern am Nachmittag zu entgehen, machte sich die Gruppe schon früh auf den Weg. Los ging es vom noch fast leeren Wanderparkplatz entlang des Brühlbachs bis zum Fuße des Uracher Wasserfalls. Auch wenn sich die Kinder und einige der Erwachsenen sehr nahe an den Wasserfall wagten, blieben zum Glück alle trocken.
Im Zick-zack über viele Stufen ging es dann bis zur Hochwiese Wasserfall, von welchem alle nochmal einen beeindruckenden Tiefblick zum Fuße des Wasserfalls genießen konnten. Nach weiteren ca. 150 Hm wurde die Albkante erreicht, von welcher sich vor allem am Rutschfelsen ein schöner Blick ins Maisental und zur Burgruine Hohenurach auftat. Relativ eben führte der Weg nun weiter bis zum Grillplatz am Fohlenhof.
Nach einem kurzen Blick zum Himmel wurde beschlossen, dem Wetter zu trauen und das mitgebrachte Brennholz und die Würste nicht wieder mit ins Tal zu tragen, sondern das ganze zum Grillen am Lagerfeuer zu nutzen. Frisch gestärkt ging es anschließend vorbei am Fohlenhof zum Gütersteiner Wasserfall. Nachdem ein Großteil des Weges durch schattigen Wald führte, musste am Ende noch ein kleines Stück durch sonnige Streuobstwiesen geschafft werden, in welchen vor allem die vielen reifen Kirschen die Wanderer sehr verführerisch anlächelten…
Zum Abschluss gab es für alle noch ein Eis oder ein kühles Getränk und wem das noch nicht zur Abkühlung reichte, der konnte seine geschundenen Füße vor der Heimreise noch im Kneippbecken erfrischen.

Bericht + Bilder: Jürgen Wieland

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Wanderreise nach La Palma

Die Insel La Palma war das Ziel unserer 16-köpfigen Gruppe. Auf der grünsten Insel der Kanaren erlebten wir ein Wanderparadies: weite Täler, Kiefern- und Lorbeerwälder, wilde Barrancos, grandiose Vulkangipfel und den überwältigenden Kraterkessel der Caldera. Dazu kam das Hotel „H10 Taburiente Playa“ in Los Cancajos, das keine Wünsche offen ließ.

Dienstag, 29.05.2018

Schon um 2 Uhr bestiegen wir in Laupheim den Bus in Richtung Flughafen. Nachdem in Ulm der Rest der Gruppe zu uns gestoßen war, ging es in zügiger Fahrt nach Stuttgart, wo die A320 um 6.15 Uhr startete. Nach 4 1/2 Stunden Flug war La Palma erreicht, der Shuttle-Bus brachte die Gruppe zum Hotel und die Fahrer der beiden Kleinbusse nahmen ihre Fahrzeuge in Empfang.
Da die Zimmer noch nicht bezugsfertig waren, machten wir uns schnell wieder auf den Weg, um Santa Cruz, die Hauptstadt der Insel zu erkunden. Bei unserem Stadtbummel konnten wir in der Altstadt die typischen kanarischen Bürgerhäuser mit ihren reich verzierten und bepflanzten Holzbalkonen bewundern. Anschließend genossen wir im Hotel das Abendessen mit seiner überreichen Auswahl.

Mittwoch, 30.05.2018

Unsere erste Wanderung führte uns an die Südspitze der Insel. Zunächst besuchten wir in Fuencaliente das Besucherzentrum am Volcán San Antonio, wo uns ein kurzer Film über die Entstehung von La Palma und den Vulkanismus informierte. Anschließend ging es hinauf auf den Kraterrand des Vulkankegels mit Blick in den Krater und auf die Westküste. Nach einem staubigen Abstieg wanderten wir weiter zum jüngsten Vulkan, dem 1971 ausgebrochenen Volcán Teneguia. Seine wilden Flanken sind bedeckt von Lavaströmen und Aschefeldern, auf denen sich aber schon wieder erste Pflanzen ansiedeln. Am Gipfelgrat empfing uns stürmischer Wind, so dass der Aufenthalt am höchsten Punkt trotz fantastischer Aussicht ziemlich kurz ausfiel. Beim folgenden Abstieg durch die riesigen schwarzen Aschefelder zum südlichsten Punkt zogen wir eine große Staubfahne hinter uns her. Zum Glück konnte dann im Restaurant bei der Saline der Staub wieder hinunter gespült werden, bevor die kurvenreiche Fahrt zurück ins Hotel angetreten wurde.

Donnerstag, 31.05.2018

Am heutigen Tag war die Begehung des Grates um die Caldera de Taburiente angesagt. Dabei sollten mehrere Gipfel überschritten und der höchste Berg La Palmas bestiegen werden. Bei dichter Bewölkung starteten wir um 9 Uhr und fuhren auf schmalen, kurvigen Sträßchen in Richtung Hoya Grande. Nachdem wir ein Fahrzeug zum Endpunkt unserer Tour umgestellt hatten, begannen wir mit dem Aufsteig durch Kiefernwald zum ersten Gipfel, dem Pico de la Nieve (2239 m). Von seinem Gipfel bot sich ein grandioser Rundblick: im Südosten Teneriffa mit dem Teide,  2000 Meter unter uns der Talgrund der Caldera und vor uns derRand des Kraters mit unzähligen Gipfeln, aus denen unser Endziel, der Roque de los Muchachos herausragte.
Nach kurzer Mittagspause machten wir uns auf den Weg am Grat entlang des riesigen Vulkankraters. In ständigem Auf und Ab überschritten wir in den folgenden Stunden die Gipfel von Piedra Llana (2314 m), Pico de la Cruz (2351 m) und Fuente Nueva (2370 m). Nach dem letzten Abstieg hinter den Observatorien hatten wir noch einen längeren steilen Hang zu bewältigen, dann war der Roque do los Muchachos (2426 m) erreicht, wohin wir am Vormittag einen der Kleinbusse geparkt hatten.

Freitag, 01.06.2018

Was wir gestern von oben betrachtet hatten, wollten wir heute hautnah erleben: die Caldera de Taburiente. Der Taxi-Transfer vom Parkplatz im Barranco de las Angustias nach Los Brecitos stand am Anfang zu einer der großartigsten Touren der Insel, der Wanderung zur Playa de Taburiente mit dem anschließenden Abstieg durch die „Schlucht der Todesängste“ zurück zum Parkplatz. Dabei erlebten wir einen eindrucksvollen Einblick in die wilde Welt der Kiefernwälder, Schluchten und Felsnadeln im Inneren der Caldera, einem einmaligen Naturparadies. Dazwischen stand noch ein Abstecher zur Cascada de Colores, an der das Wasser über eine farbenprächtige Stufe hinabstürzt. Beeindruckend war vor allem die Wegstrecke zwischen den schroffen Felswänden im Bachbette des Rio Taburiente, wo nach jeder Kurve neue Eindrücke auf uns warteten.

Samstag, 02.06.2018

Heute stand die Paradetour der Insel auf dem Programm, die „Ruta de los Volcanes“. Diese Überschreitung der Cumbre Vieja ist eine der atemberaubendsten Wanderungen, die La Palma zu bieten hat. Sie besticht durch ständige Landschaftswechsel mit Einblicken in die vulkanische Vergangenheit des „Isla Bonita“ und mit vielen Ausblicken auf die Ost- und Westküste.
Wir starteten bei Nieselregen am Picknickplatz Pilar mit dem langen Aufstieg in Richtung Pico Birigoyo. Bald lichtete sich der Nebel und wir konnten für den Rest des Tages blauen Himmel, Sonnenschein und sommerliche Temperaturen genießen. Nachdem wir den Kiefernwald verlassen hatten, stapften wir durch schwarzes Lavageröll hinauf zum Cráter de Hoyo Negro, einem großen Vulkankrater. Kurz darauf ging es vorbei an einem See aus erstarrter schwarzer Lava, dann musste im tiefen Schotter der steile Aufstieg zum Gipfel der Deseada (1932 m) bewältigt werden. Hier machten wir in Gesellschaft von zwei großen, frechen Kolkraben Mittagspause mit herrlicher Aussicht.
Nach einem langen, staubigen Abstieg in schwarzer und roter Vulkanasche steigen wir hinauf zum roten Gipfel des Volcán Martin. Von hier ging es nur noch abwärts, zunächst wieder in Lavaasche, dann durch Geröll und zum Schluss auf steilen Pflasterwegen. Nach der verdienten Einkehr in Fuencaliente brachten uns dann die Taxis zurück zum Hotel.

Sonntag, 03.06.2018

Als Kontrastprogramm zum Vortag ging es heute in den Urwald. Die Wanderung durch die nahezu unberührten Lorbeerwälder des Barranco de La Zarza im äußersten Norden brachte ein Urwalderlebnis erster Güte und wieder völlig neue Naturerlebnisse.
Vom Parque Cultural La Zarza hatten wir nach wenigen Metern die wilde Schlucht erreicht und folgten ihr  auf schmalen Treppenwegen und auf Trittspuren im Barrancogrund durch mehrere Felskessel bis zu einem großen Wasserverteiler. Dort ging es mit Aussicht auf die Nordküste am Rand des Barranco Fagundo nach Don Pedro, wo schon eines unserer Fahrzeuge bereit stand.

Montag, 04.06.2018

Als letzte Wanderung unserer Reise hatte ich eine Tour am Rande von Santa Cruz ausgesucht, die Rundwanderung durch den Barranco de Madera. Wir starteten dazu unweit der Wallfahrtskirche Santuario de Nuestra Senora de las Nieves. Auf zunächst breiter Piste stiegen wir hinein in die breite Schlucht mit einigen Gebäuden und vielen kläffenden Hunden. Allmählich wurde die Schlucht enger, die Piste wurde zum Pfad und die Steilheit nahm zu. An einem Wasserrohr entlang gewannen wir unter überhängenden Felsen rasch an Höhe und erreichten nach zwei Stunden den Talschluss mit einer 30 m hohen senkrechten Wand.
Entlang des Wasserkanals führte unser Weg durch eine Reihe von Tunneln durch die senkrechte Felswand, dazwischen boten sich immer wieder beeindruckende Blicke hinunter in die Schlucht – eine Weg zum Genießen. Nach knapp einer Stunde begann der steile Abstieg durch Kiefernwald hinab zur Wallfahrtskirche, wo nach dem Besuch der Kirche die Bar an der Plaza zu einem kühlen Getränk einlud.

Dienstag, 05.06.2018

Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehman. Der Bus brachte uns zum Flughafen, wo nach dem üblichen Prozedere (Einchecken, Gepäck abgeben, Warten, Boarding) um 10.50 Uhr der Rückflug startete. Um 16.15 Uhr erreichte die Maschine Stuttgart, wo bereits der Bus für die Rückfahrt nach Ulm und Laupheim auf uns wartete.

Bericht + Bilder: Konne

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2018 BT Brentenjoch

Bergtour zum Brentenjoch

Ein guter Wetterbericht sorgte für 21 Anmeldungen für diese Tour bis Pfingstsonntag Abend.  Davon blieben 18 übrig, immer noch eine stattliche Zahl für diese Unternehmung.
Gemeinsam startete die Gruppe vom Parkplatz bei Lumberg in Richtung Brentenjoch. Nach einer halben Wegstunde wurde die Gruppe aufgeteilt in konditionsstarke und absolut schwindelfrei und trittsichere Geher. Karin Hauber und Franz Winghart als autorisierte Wanderführer übernahmen die elf absolut trittsicheren und schwindelfreien Geher, die über den Nordgrat zum Brentenjoch aufstiegen. Die restlichen sieben stiegen mit mir etwas gemütlicher über die Seebenalpe hinauf zum Vilserjoch Von hier bot sich ein toller Blick über das gesamte Ostallgäu. Über die mit Alpenaurikel, Mehlprimeln und Enzian übersäte Südwestflanke gelangten wir zeitgleich mit der Nordgratgruppe zum vielbesuchten Gipfel des 2001 Meter hohen Brentenjochs.
Nach ausgiebiger Gipfelrast stiegen fünf Teilnehmer der Gruppe noch hinüber zum nahen Rossberg östlich des Brentenjochs. Der Rest machte sich an den Abstieg über den Normalweg über die Seebenalpe. Punkt 14 Uhr waren wir unten am Parkplatz. Kurz danach setzte ein stärkerer Gewitterregen ein, dem aber nur die Besteiger des Rossberg zum Opfer fielen.
Nachdem alle heil aber etwas nass im Tal angekommen waren, ließ man die Bergtour bei einer gemeinsamen Schlusseinkehr in der Post in Schattwald ausklingen.

Bericht: Siggi Wehrle

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2018 Sen Gönningen

Wanderung bei Gönningen

In einer kleinen Gruppe von 8 Personen starten wir um 10,30 Uhr vom Wanderparkplatz am Ortsrand von Gönningen zu unserer heutigen Tour.
Zuerst geht es sanft bergan in das Wiesaztal mit den Gönninger Seen und dem interessanten Bachlauf der Wiesaz, deren kalkhaltiges Wasser immer wieder Tuffstein bildet. Die Seen wurden im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen künstlich angelegt, nachdem 1975 der Abbau des Tuffsteines eingestellt wurde.
An der ehemaligen Talmühle beginnt dann der Aufstieg auf daß Roßfeld, aus dem sich kegelförmig der Roßberg (869 m)erhebt. Eigentlich ist Gönningen für seine Tulpenblüte im Frühjahr bekannt, aber was sind schon Tulpen gegenüber dieser herrlichen Wildblumenwiesen, durch die wir auf dem Roßfeld laufen. Wir können uns gar nicht sattsehen an Wiesensalbei, Wiesenbocksbart, Scabiose, wilden Margeriten, Glockenblumen und Orchideen. Überall flattern kleine Schmetterlinge und das Zirpen von Grillen begleitet unseren Weg.
Auf dem Roßberg gibt es ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins mit einem schönen Biergarten. Hier genießen wir die Aussicht auf Öschingen bei erfrischenden Getränken. Den Turm besteigen wir nicht weil die Sicht heute nicht gut ist und in der Ferne einige Gewitter unterwegs sind.  Auf dem Jägersteig geht es dann wieder abwärts nach Gönningen.
Den herrlichen Tag lassen wir beim Abendessen im Gasthof Bären in Schelklingen-Hütten noch einmal Revue passieren.

Text und Fotos: Beate Wieland

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2018 Sen Salem

Auf dem Prälatenweg von Salem nach Birnau

Der Parkplatz an der Schloss- und Klosteranlage Salem war für 13 Senioren/innen Ausgangspunkt für ihre Wanderung. Nach einem kurzen Abstecher in die Anlage – Wanderführer Karl musste die Plätze für die Schlusseinkehr reservieren – ging es in flottem Tempo an der Mauer der ehemaligen Reichsabtei entlang zur ehemaligen Klostermühle, wo man auf den Prälatenweg traf.

Der Prälatenweg war ursprünglich ein Wirtschaftsweg, der auf kürzester Strecke das Kloster Salem mit dem Ufer des Bodensees verband. Die am Prälatenweg gelegene Wallfahrtskapelle Alt-Birnau wird bereits 1222 urkundlich erwähnt. Das Grundstück der Wallfahrtskapelle gehörte ab 1241 der Salemer Abtei. Der Prälatenweg ist heute ein beliebter Wander- und Radweg, der Schloss Salem und die Wallfahrtskirche Birnau verbindet.

Auf dem von vielen Radlern befahrenen Wirtschaftssträßchen ging es ohne Steigungen zunächst nach Mendlishausen. Hier, am Eingang zum Affenberg, wurden die Wanderer von einer Vielzahl von Störchen mit lautem Klappern begrüßt. Alle Dächer und sehr viele Bäume waren mit Nestern belegt, in denen oft auch Jungstörche zu sehen waren.
Durch schattigen Wald erreichte die Gruppe vorbei am Nellenfurtweiher nach zwei Stunden Gehzeit die Wallfahrtskirche Birnau. Hier war genügend Zeit, um die Kirche zu besuchen, die Aussicht über den Bodensee zu genießen und um sich das mitgebrachte Vesper schmecken zu lassen.
Da allmählich am Himmel mächtige Wolkentürme aufzogen, machte man sich nach einer Stunde wieder auf den Rückweg. Zunächst führte der Weg zu einer aufgelassenenen Kiesgrube, die inzwischen zum Biotop geworden ist, dann wanderte die Gruppe vorbei am Olsenweiher durch den Wald zum Martinsweiher. Kurz nach dem Spitznagelweiher traf man wieder auf den Prälatenweg und folgte diesem zurück nach Salem.
Im schönen Gastgarten des Gasthofes Schwanen war dank der guten Planung (s.o.) schon der Tisch für die Gruppe vorbereitet, und so konnte man noch eine Weile bei Kaffee, Kuchen, Eis und kühlen Getränken in gemütlicher Runde beisammen sitzen.

Bericht + Bilder: Konne

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2018 KT Blautal

Glas- und Blaufels statt Geiselstein

Auf Grund des sehr unsicheren Wetters in den Bergen und der zusätzlich hohen Staugefahr am Pfingstferienbeginn auf der A7 sind wir nicht ins Gebirge zum Klettern gegangen sondern ins Blautal.

Mit der Glaserkante (original und direkt) kam auch schon richtiges Gebirgsfeeling auf. Bis zu drei Seillängen sind zu klettern, bevor man am Gipfelkreuz hoch über den Dächern von Blaubeuren steht.
Als Nachschlag gab es den inzwischen gar nicht mehr gruseligen, aber dafür sehr beeindruckenden und schönen Leichensauger.

Danach haben wir den Fels gewechselt, und es ging zum Sportklettern an die schönen Routen des Blaufels, bis wir alle dicke Unterarme hatten und das erste Donnergrollen zu hören war. (Birgit, Brigitte, Doris, Andi, Hermann, Götz)

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2018 Sen Schillerstein

Rundwanderung Schillerstein  – Achtal

Im September 2017 hatten wir bereits die Nordseite des Achtals bis zum Geißenklösterle erkundet. Es zog uns daher nunmehr auf die Südseite, um unseren Blickwinkel zu verändern.

Bei Sonnenschein und tiefblauem Himmel fuhren wir ins Blautal und über Gerhausen zum Gasthof „Schillerstein“ oberhalb von Blaubeuren. Dort parkten wir unsere Fahrzeuge und machten uns auf zu einer Rundwanderung durch den Wald. Einen Abstecher zum Geißenklösterle hatten wir nicht eingeplant, da wir vor dem Absperrgitter dort schon im letzten Jahr gestanden waren. Die Besichtigung der bedeutenden, etwa 40 000 Jahre alten Funde, welche dort gemacht worden sind, haben wir uns für einen Besuch des Urgeschichtlichen Museums in Blaubeuren bei schlechtem Wetter vorbehalten.
Die riesigen Eschen und Buchen haben wegen der veränderten klimatischen Verhältnisse bereits voll ausgetrieben. Die Sicht ins Achtal war uns daher weitestgehend versperrt. So erfreuten wir uns am herrlichen Grün der Bäume und Licht und Schatten des Waldes.
Unweit der Gaststätte mitten im Wald entdeckten wir dann vier große Betonklötze, deren Aufgabe wir uns nicht erklären konnten. Da die umgebenden Bäume schätzungsweise nicht so alt waren, um den letzten Krieg bereits erlebt zu haben, einigten wir uns darauf, dass es sich um Fundamente für Geschütze handeln könnte. Vielleicht kann uns ein geschätzter Leser helfen, das Rätsel zu lösen!  **

Zum Ausklang besuchten wir die Gaststätte „Schillerstein“, wo wir am Eingang von vielen schönen Katzen begrüßt wurden. Einige ließen sich aber nicht zurückhalten noch 600 m weiter bis zum Schillerstein, einem im Jugendstil gestalteten Aussichtspunkt, weiter zu gehen. Sie wurden mit herrlichen Ausblicken auf Blaubeuren, das Blautal und auf die Wissenschaftsstadt von Ulm belohnt.

** Anmerkung – Bei den „Betonklötzen“ handelt es sich vermutlich um die Reste der Ruine Gleißenburg. Die Burg soll um 1376 erbaut worden sein. Heute sind von der ehemaligen Burg Reste der Umfassungsmauern und des Halsgrabens oberflächlich sichtbar. Die Ruine wurde im Laufe der Jahrhunderte weitgehend eingeebnet. Eine archäologische Untersuchung wurde bislang nicht durchgeführt. (Quelle – Wikipedia)  B.Wieland

Bericht : Ingrid Scheib
Fotos : Brigitte Müller, Peter Kolb, Manfred Strauß

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