2011 Serfaus

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Eigentlich war an diesem Wochenende eine Fahrt ins Pitztal geplant. Da aber das Taschachhaus voll belegt war, musste kurzfristig umgeplant werden. Die Wahl fiel auf das Kölner Haus in der Samnaungruppe oberhalb von Serfaus.
Am frühen Samstag Morgen machten sich 11 Bergsteiger/innen auf den Weg ins obere Inntal. Nach überraschend zügiger Fahrt wurde Serfaus erreicht, von wo uns die Komperdell-Bahn zum bestens geführten Kölner Haus brachte.
Nach der Ankunft gönnten wir uns nur eine kurze Pause, deponierten alles überflüssige Gepäck im Lager und machten uns schnell wieder auf den Weg. Vom Lazid (2346 m) führte zunächst ein kurzer Aufstieg zur Scheid, dann begann die Querung in der Ostflanke des Furgler zum herrlich gelegenen Furgler-See. Dabei ging der Blick immer wieder zu den markant aufragenden Gipfeln des Glockturmkammes der Ötztaler Alpen auf der gegenüberliegenden Seite des Oberinntales.
Vom See führte der Weg zunächst durch steile Geröll- und Blockfelder hinauf zum Furgler-Joch (2749 m). Dort beginnt der N-Grat zum Gipfel. Er bietet eine nette Kraxelei über Platten und Blöcke und ist an einigen Stellen mit Drahtseilen versichert. Nach insgesamt 3 Std. war es geschafft und wir standen unter dem riesigen Gipfelkreuz des Furgler(3004 m). Von dort bot sich ein 360°-Panorama, das seinesgleichen sucht: Im Norden die Lechtaler Alpen, davor die Verwall-Gruppe mit dem Hohen Riffler, im Westen die Silvretta und im Osten die Ötztaler Alpen. Dazwischen tief eingeschnitten das Oberinntal und das Paznauntal.
Nach ausgiebiger Rast begann der Abstieg, dieses Mal über steiles Geröll hinunter zum Tieftalsee und von dort zurück zur Scheid und zum Lazid. Mit der Bahn ging es das letzte Stück zur Hütte, wo wir am Abend bestens versorgt wurden.
Für den Sonntag hatte der Wetterbericht nachmittags Regen und Gewitter vorhergesagt. Als Tagesziel wählten wir deshalb eine etwas kürzere Tour. Sie führte von der Hütte zunächst durch herrlich blühende Wiesen des Komperdell, bevor es in steilen Serpentinen zum Vorderen Brunnenkopf (2682 m) ging. Hier empfing uns ein kalter, böiger Wind. Dick eingepackt, mit Mütze und Handschuhen folgten wir ohne Pause dem Grat über Hinteren und Oberen Sattelkopf. Erst nach dem Abstieg in die Hänge des Komperdell fand sich ein windgeschützter Platz für eine Pause. Sie dauerte allerdings nicht lange, denn die drohenden schwarzen Wolken veranlassten uns bald zum endgültigen Rückweg zur Hütte, wo vor der Talfahrt nochmals eingekehrt wurde.

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